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Dieses Konfrontationsdenken führt in die Sackgasse: Friedensrede von Prof.Dr. Gabriele Krone Schmalz


Erklärung der Organisatoren von Demonstration & Kundgebung: Nein zu Kriegen – Rüstungswahnsinn stoppen – Zukunft friedlich und gerecht gestalten, 25. November, in Berlin

Über 20.000 Menschen haben heute eindrucksvoll für Frieden, gegen Krieg und Rüstungswahnsinn demonstriert.


Die 20.000 haben ihre Stimme auch für die Mehrheit im Lande erhoben, die sich in Umfragen immer wieder für den sofortigen Stopp des Tötens, für Diplomatie und Kompromissfrieden aussprechen.


Der Erfolg des 25. November zeigt: Die Friedensbewegung wird stärker. Das ermutigt uns, mit noch mehr Engagement weiterzumachen.


Die Botschaft des 25. November an die Bundesregierung ist klar: Wir verlangen, dass sie sich für einen sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine einsetzt. Wir verlangen Diplomatie und Verhandlungen, statt Waffenlieferungen für einen Stellvertreter- und Abnutzungskrieg, der die Ukraine völlig zu ruinieren droht, und den Kontinent auf lange Zeit in feindliche Lager zerreißt. Es gilt, den Frieden zu gewinnen, nicht den Krieg.


Auch im Nahen Osten muss die Bundesregierung sich der UN-Forderung nach einem dauerhaften Waffenstillstand anschließen und sich aktiv für Verhandlungen einsetzen, die zu einem friedlichen Leben von Israelis und Palästinensern führen.


Wir lassen uns keinen Rückfall in deutsche ‚Kriegstüchtigkeit‘ aufzwingen, und wenden uns entschieden gegen Hetze und Feindbildkonstruktionen von Minister Pistorius und sogenannter Experten vom Schlage Massala und Münkler. Militarismus, Konfrontation und Krieg lösen keine Probleme, sondern verschärfen sie. Statt Riesensummen in Wettrüsten zu verpulvern, muss in soziale Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit investiert werden. Wir brauchen eine Kultur des Friedens und gemeinsamer Sicherheit.


Die Organisatoren danken allen, die an diesem Tag dabei waren.

Wir danken allen Rednerinnen und Rednern sowie allen, die bei der Organisation vor und hinter der Bühne mitgeholfen haben.


Für Rücksprachen stehen zur Verfügung:

Wiebke Diehl: 0157 83049417

Jutta Kausch-Henken: 0162-1966945/

Willi van Ooyen: 0170-185151




Persönliche Impressionen: eine außerordentlich gelungene Aktion für den Frieden

Die bundesweite Demonstration am 25.11.: Eindrucksvoller Protest gegen Kriegspolitik Kilometerlang zog sich der Demonstrationszug der über 20.000 am durch das Regierungsviertel von Berlin. Als die ersten zum Brandenburger Tor zurückkamen, hatten die letzten das Tor noch nicht verlassen. Eindrucksvoll auch die Reden, die immer wieder die einseitig kriegerische Politik der Ampelkoalition und der sogenannten Opposition anprangerten und nachdrücklich ein Primat der Diplomatie einforderten. Waffenstillstand und Verhandlungen im Ukrainekrieg und im Gaza-Konflikt mit nachhaltigen Friedenslösungen und eine Ende des krassen Soziallabbaus wurden von allen Rednern/innen eingefordert – dies waren in der Reihenfolge ihres Mitwirkens Reiner Braun, Sahra Wagenknecht, Gabriele Krone-Schmalz, Michael von der Schulenburg, Michael Müller, Ates Gürpinar, Iris Hefez zusammen mit Nadja Samour und Petra Erler (genauere Information https://nie-wieder-krieg.org/). Gekonnt führten durch die Kundgebungen die beiden Moderatorinnen Jutta Kausch-Henken und Wiebke Diehl. Eine einhellige Ablehnung erfuhr das geistige Konditionieren der Bevölkerung auf Krieg als alternativlose Politik und Perspektive deutscher internationaler Politik. Kaum jemand kann derzeit den geistigen Brandstiftern Pistorius, Münkler, Mölling und Masala und ihren abstrusen Narrativen entgehen. Geschichtslose Propaganda soll die verlogene sogenannte „Zeitenwende“ absichern und setzt uns der Gefahr der Vernichtung durch einen 3., atomar ausgetragenen Weltkrieg aus. Die wahnsinnige Hochrüstung tötet täglich weltweit. Der soziale Krieg gegen die eigene Bevölkerung wird verschärft. Die Klimakatastrophe wird durch diese Politik des Militarismus weiter zugespitzt. Der Verlust politischer Denkfähigkeit für Vernunft und Frieden durch die Politik und ideologisierte Pseudowissenschaft wurde als schlimmes Phänomen unserer Zeit angeprangert. Die Demonstrierenden stehen für die humanistische, politische, soziale, ökologische und menschenrechtlich Alternative eines Handelns für Frieden und Abrüstung. Sie und ein Großteil der Bevölkerung wollen friedliche Lösungen und fangen an, ihre Opposition zunehmend zu formulieren. Die Friedensbewegung hat noch kein Revival erlebt, aber eine deutliche Stärkung und Wiederbelebung. Die Stimmung der Demonstration lässt hoffnungsvoll erahnen, dass sie sich von nun an in den lokalen und regionalen Aktivitäten in der ganzen Republik fortsetzen wird. Die Zusammenarbeit ohne Ausgrenzung auch mit neu zur Friedensbewegung gestoßenen Kräften - unter deutlicher Abgrenzung von Rechtsradikalen - ist bei allen vorhandenen Unterschiedlichkeiten und Schwierigkeiten das Unterpfand für diesen und kommende Erfolge. Dieses schließt eine Zusammenarbeit mit den Friedenskräften in der SPD (siehe Aufruf der Demokratischen Linken zur Unterstützung der Demonstration), der Linkspartei und des Bündnisses Sahra Wagenknecht sowie weiterer kleinerer politischen Parteien ein. Es bleibt die Herausforderung, die Zusammenarbeit unterschiedlichster gesellschaftlicher Kräfte bis weit ins konservative Lager hinein weiterzuentwickeln. Es ist besonders wichtig, dass die Gewerkschaften zum aktiven friedenspolitischen Handeln zurückfinden. Unsinnige Streitigkeiten müssen angesichts der weltpolitischen Krisenlagen noch weiter zugunsten solidarischer Diskussion und verantwortungsvollem Handeln überwunden werden. Die Friedensbewegung ist und bleibt eine außerparlamentarische Bewegung der Vielfalt bei Einheit in den friedenspolitischen Kernforderungen. Dieses wurde durch die Kundgebungen und die Demonstration eindrucksvoll bestätigt. Kulturelle Beiträge sind ein unverzichtbarer Bestandteil friedenpolitischer Aktionen. Dafür trugen bei den Kundgebungen Christa Weber, Gizem, Pablo Miró mit großer Emphase bei. Diese Demonstration fand große internationale Unterstützung, die sich in über 20 Solidaritätserklärungen ausdrückte, die auf der Demonstration verlesen wurden (nachzulesen auf https://nie-wieder-krieg.org/). Die Kundgebung von Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht am 25.02.2023 war ein zentraler Höhepunkt friedenspolitischer Aktionen. Die gestrige Demonstration und die Kundgebungen waren eine eigenständige Aktion einer wachsenden Friedensbewegung. Der 25.11. war ein Anfang: 10.000e standen stundenlang in der Kälte. Für viele ein einschneidendes Erlebnis: wir sind doch nicht machtlos! Weitere Aktionen sind notwendig, erforderlich, aber gerade jetzt auch möglicher! Dafür stehen u.a. die ersten Vorbereitungen der Ostermärsche 2024, aber auch die geplanten europäischen und internationalen Vernetzungen und Initiativen. Wir sehen uns wieder im Protest gegen Krieg und Hochrüstung – auch in Berlin!

Reiner Braun und Kathrin Otte (aktiv beteiligt an der Vorbereitung der bundesweiten Demonstration)


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