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Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich: Deutsche Vermögens- und Einkommensverteilung

Michael Hartmann: Das Problem ist, dass die Elite, die etwas ändern könnte, nur noch im eigenen Saft schmort

Unter dem Veranstaltungstitel "Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich" (Bertold Brecht) referierte Michael Hartmann beim Linken Forum Paderborn zur Vermögens- und Einkommensverteilung, die auch im Vergleich zu unseren Nachbarländern hierzulande ausgesprochen ungerecht sei. Der sogenannte Gini-Index bilde diesen Zustand und seine Veränderung nur ungenügend ab. Die Verteilung der Einkommen habe sich – genauer gesagt – sie wurde in den letzten Jahrzehnten deutlich verschlechtert. 1999, mit dem Abgang von Lafontaine als Bundesfinanzminister und der neoliberalen Wende der sozialliberalen Koalition sei ein Signal an die Kapitalseite ausgesendet worden: die Regierung ist jetzt bei euch. Es folgten zwei Jahrzehnte weiterer Verschlechterung: das obere Zehntel der Nettoeinkommen stieg über 25 Prozent, das untere Zehntel hat fast 5 Prozent verloren. Geht die soziale Schere immer weiter auseinander? Michael Hartmann klärt faktenreich über die aktuelle Einkommensverteilung hierzulande auf. Professor Michael Hartmann - mit Paderborner Wurzeln - war bis 2014 Professor für Soziologie mit den Schwerpunkten Elitesoziologie, Industrie- und Betriebssoziologie sowie Organisationssoziologie an der Technischen Universität Darmstadt. Veranstalter: Linkes Forum Paderborn mit der Rosa Luxemburg Stiftung NRW Videomitschitt: Linkes Forum Paderborn (Carsten Schmitt) Einladungsflyer: https://www.linkesforum-paderborn.de/... Website des Linken Forums: https://linkesforum-paderborn.de


Der deutsche Soziologe Michael #Hartmann über Eliten und die Unzufriedenheit der Menschen. „Das Problem ist, dass die Elite, die etwas ändern könnte, nur noch im eigenen Saft schmort. Es hat sich ein ‚inner circle‘ entwickelt, wo die Spitzen von Politik und Wirtschaft oft nur noch miteinander reden. Der normale Betrachter hat da nicht das Gefühl, da oben gibt es jemand, der versucht, es einmal anders zu machen. Es gibt keine wirkliche Wende – das macht Populisten stark“, warnt der deutsche Soziologe und Elitenforscher Michael Hartmann. Michael Hartmann ist bei Peter Huemer zu Gast beim Wiener Stadtgespräch (6.10.2016), einer Veranstaltung der AK Wien und der Wochenzeitung „Der Falter“. Hartmann präsentiert sein neuestes Buch „Die globale Wirtschaftselite – eine Legende“. Darin entzaubert er den Mythos einer „internationalen Superelite“, die die Fäden zieht und von Großkonzernen aus die Welt regiert. Hartmann war bis Herbst 2015 Professor für #Soziologie an der TU Darmstadt und steht für die These, dass Herkunft maßgeblich über den Erfolg entscheidet. Hartmann ist Autor zahlreicher Bücher zum Thema Eliten, zum Beispiel „Soziale Ungleichheit – kein Thema für die Eliten?“, „Eliten und Macht in Europa“ oder „Der Mythos von den Leistungseliten“. ☛ Alle Infos zum Wiener Stadtgespräch: https://www.wienerstadtgespraech.at/ ╼ Wer wir sind ╼╼╼╼ Die #Arbeiterkammer setzt sich seit 100 Jahren für die Rechte der Arbeitnehmer:innen ein. Unsere Errungenschaften sind die Grundlage der sozialen Gerechtigkeit in Österreich. Dafür kämpfen wir. Damals. Heute. Für immer.







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