Unser Lunge wird verbrannt! Staaten müssen sofort handeln: Harte Sanktionen gegen Brasilien nötig

Jetzt sind harte Sanktionen nötig gegen Brasilien, sonst zerstören sie weiter drastisch die Bewohnbarkeit unserer Erde: Der Regenwald spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die brasilianische Politik sucht die Kritik an ihrer Politik durch Ankündigungen zu beschwichtigen, um Zeit zu gewinnen, noch rascher den Regenwald abzubrennen. Um ihre Gegner im Ringen um globale Vorherrschaft zu schwächen, sind die Westmächte schnell bereit, Sanktionen zu verhängen. Jetzt brauchen wir Sanktionen für unser aller Überleben als menschliche Familie auf dieser Erde. Wie kann das durchgesetzt werden? Auch im Westen gibt es eigene massive Wirtschaftsinteressen der Abholzung des Regenwaldes und im globalen Ringen strategische Interessen am Einfluss in Brasilien.



Entgegen er Ankündigung des brasilianischen Präsidenten geht das Niederbrennen der tropischen Regenwälder im Amazonasgebiet in Brasilien weiter. Es wird sogar noch mehr verbrannt.

Die Neue Züricher Zeitung berichtet: "Im April brannte dort die grösste Amazonaswaldfläche seit sechs Jahren ab." Mit 581 Quadratkilometern mehr als ein Fünftel der Fläche des Saarlandes. "Das sind 42 Prozent mehr gerodeter Regenwald als vor einem Jahr.

Das Observatorio do Clima, ein renommiertes Netzwerk von 56 Nichtregierungsorganisationen zur Klimadebatte, weist darauf hin, dass wegen der starken Wolkenbildung ein Viertel des Amazonasgebiets im April permanent von Wolken verdeckt war. Die abgebrannte Fläche könnte also noch weit grösser sein."

Ohne die tropischen Regenwälder kann die Zerstörung des Klimas nicht verhindert werden: Die Bewohnbarkeit der Erde nicht sichergestellt werden. Der Klimawissenschaftler Dr. Emmanuel Amepteh von der Initiative Black and White: "Der gesamte CO2-Ausstoß seit der industriellen Revolution beträgt etwa 240 Milliarden Tonnen. Allein die Tropenwälder speichern mehr, 250 Milliarden Tonnen. Wenn sie zunehmen freigesetzt werden, laufen all unsere mühsamen "kleinen" Bemühungen zum Klimaschutz ins Leere."

NZZ: "Umweltexperten sehen die Verantwortung für die weiterhin massiven Abholzungsraten vor allem bei der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro. Zwar nehmen die Rodungen im Amazonasgebiet seit 2018 zu – also bereits vor dem Amtsbeginn des Rechtspopulisten. Der Prozess hat sich jedoch unter Bolsonaro beschleunigt. 2019, also in dessen erstem Regierungsjahr, stieg die Abholzung des Waldes um ein Drittel, 2020 erneut um knapp zehn Prozent. Die jährlichen Abholzungszahlen übersteigen 11 000 Quadratkilometer, liegen also so hoch wie zuletzt 2007" (das ist jährlich eine Fläche halb so groß wie Hessen).


Ein effektives Umweltkontrollprogramm, aber die Bolsonaro-Regierung..

NZZ: "Die Regierungen hatten über die Jahre ein immer komplexeres Umweltkontrollprogramm aufgebaut, mit verschiedenen Spezialisierungen, regionalen Schwerpunkten und unter Beteiligung der Bevölkerung. Das hat sich als effektiv erwiesen."


Das von Norwegen und Deutschland geförderte Projekt ist nicht gewollt

"Durch den Amazonas-Fonds stellten Norwegen und Deutschland insgesamt mehr als eine Milliarde Dollar für den Schutz des Regenwaldes zur Verfügung. Unter Bolsonaro wurden jedoch ab 2019 durch Budget- und Personalkürzungen systematisch alle Kontroll- und Überwachungsinstitutionen im Regenwald reduziert oder geschlossen. Die ausländischen Kreditgeber zogen sich zurück."


"Suely Araujo, Ex-Chefin der Umweltbehörde Ibama und Beraterin des Observatorio do Clima. Nur eine völlige Umkehr in der Umweltpolitik könnte das weitere Anwachsen der Entwaldungszahlen stoppen. Sie bezweifle, dass die Regierung Bolsonaro diese Wende vollziehen werde bis zum Ende ihrer Amtszeit in 19 Monaten." Die Regierung wolle keine Umkehr: «Alles, was sie tut, ist, mit leeren Reden Zeit zu gewinnen bei ihrer Attacke gegen den Amazonas.»


"Regenwaldschutz für einen Spleen ausländischer Umweltschützer"

"Politisch sieht sich der Ex-Hauptmann Bolsonaro seinen Wählern unter den Goldsuchern, illegalen Holzhändlern und Farmern im Amazonasgebiet verpflichtet. Innerhalb der Farmerverbände und der staatlichen Agrarinstitutionen haben sich die Vertreter der Agrarlobby starkgemacht, die Regenwaldschutz für einen Spleen ausländischer Umweltschützer halten. Auch die in der Regierung zahlreichen Militärs halten den Amazonaswald für ein Spielfeld ausländischer Umweltschützer, welche die nationale Souveränität bedrohen. Deswegen will die Regierung jetzt im Schnellverfahren ein Gesetz durch den Kongress peitschen, das die illegale Besitznahme im Amazonasgebiet nachträglich legalisieren soll."

Unternehmensdrohungen reichen nicht

"Dutzende große europäische Detailhändler haben sich nun zusammengeschlossen, um gegen die Pläne zu protestieren. In einem offen Brief an die brasilianische Legislative warnen sie davor, dass sie keine Produkte mehr aus Brasilien in ihren Filialen vertreiben würden, wenn die Brandrodungen nicht reduziert würden. Unterzeichnet ist der Brief etwa von Aldi, Lidl, Metro, Migros, Sainsbury und Tesco.

Doch dass die Drohungen den erhofften Abschreckungseffekt auf die Abgeordneten haben werden, ist zu bezweifeln. Britische Supermärkte hatten bereits im Mai letzten Jahres mit ähnlichen Schritten gedroht – und geschehen ist nichts."

Jetzt ist die globale Politik gefordert den Zug in noch mehr Klimachaos zu vermeiden. Die Pariser Klimaziele sind nicht zu erreichen, wenn der egozentische Wahnsinn in Brasilien nicht gestoppt wird.

Quelle: Brasilien: Amazonasregenwald brennt weiter im Rekordtempo (nzz.ch)


Tropische Regenwälder sind um den ganzen Globus herum verteilt von Südamerika, über Afrika bis nach Südostasien. Sie zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis wachsen sie in einer Welt ohne Winter, wo es immer feucht ist und keinen Frost gibt. In tropischen Gebirgen und in den gemäßigten Breiten reichen aufgrund der kühleren Temperaturen und der damit geringeren Verdunstung meist auch geringere Niederschlagsmengen.

Aufgrund der hohen Temperaturen in den Tropen ist dort die Verdunstung sehr hoch und es braucht dort mindestens 2000 mm Niederschlag im Jahr ohne längere Trockenperioden, damit sich dort Regenwald ausbilden kann.

Wo befindet sich überall Regenwald? | OroVerde (regenwald-schuetzen.org)





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