Trigema-Chef Wolfgang Krupp: Ein Gas-Embargo können wir Industrie und Bürgern nicht zumuten

"In unserer heutigen Zeit hätte das rechtzeitig diplomatisch gelöst werden müssen, sodass es zu dieser Eskalation gar nicht kommt. “



Wolfgang Grupp ist einer der knorrigen Familienunternehmer des Landes: konservativ geprägt, zugleich aber non-konformistisch veranlagt. Grupp sagt, was er denkt und tut, was er sagt. Die Millionen-Boni und Abfindungen angestellter Manager sind ihm ein Dorn im Auge.

Seit 1969 ist er Geschäftsführer des schwäbischen Textilunternehmens Trigema. Er führte die Firma, die er hoch verschuldet von seinem Vater übernommen hatte, zu neuer Prosperität – mit ausschließlich deutscher Herstellung. Heute arbeiten 1.200 Menschen für Trigema. In 2021 setzte das Unternehmen 113,5 Millionen Euro um und stützt sich dabei vor allem auf den Verkauf in den eigenen 45 Filialen.

Im heutigen Pioneer Podcast sprechen wir über Putins Krieg und das Versagen der Diplomatie:

"In unserer heutigen Zeit hätte das rechtzeitig diplomatisch gelöst werden müssen, sodass es zu dieser Eskalation gar nicht kommt. “

Ein Gas-Embargo hält er aktuell für nicht umsetzbar:

Ich glaube, das können wir der Industrie und auch den Bürgern nicht zumuten.“

aus The Pioneer Briefing Economy Edition

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