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Oster-Sonntag, 14 Uhr FriedensSpaziergang auf der Grenze für Verhandlungen statt Eskalation

Am Sonntag versammeln wir uns auf der früheren Ost-West-Grenze im geteilten Großburschla in Nordhessen/Westthüringen. Wir trommeln für ein Ende des Tötens und Sterbens in der Ukraine durch einen Waffenstillstand und für Schritte zur Verringerung der Weltkriegsgefahr. Wir warnen vor der realen großen Gefahr der Eskalation zu einem Welt- und Atomkrieg, die kaum diskutiert wird.


Wir laufen an und auf der früheren Grenze zwischen NATO und Warschauer Pakt. Aus Sicht der politische dominierenden Strömung in den USA ist sie gefallen, weil die USA die Sowjetunion besiegt haben im Kalten Krieg. Und seither hat die USA diesen Sieg genutzt, ihren Machtbereich bis an Russlands Grenze auszudehnen und alles getan, um Russland zu schwächen.


Gorbatschow hatte einen anderen Sieg im Auge und mit ihm viele Europäer:innen und auch eine Minderheit in den USA: Wir gewinnen den Frieden, öffnen die Grenzen, bauen ein gemeinsames friedliches, soziales und demokratisches Europa in einer friedlichen Welt auf. So können wir die Mitteln, die wir bisher für die Rüstung eingesetzt haben, für bessere Lebensbedingungen einsetzen und den Klimaschutz. Er stand damit vor allem in der Tradition von Willy Brandt und der Friedensbewegung.


Die Falken in den USA haben sich durchgesetzt, haben die Falken in Russland damit gestärkt und auch die Falken in Deutschland und Europa. Wir sind zurück in der Realpolitik des Tierreiches, in dem sich die stärkeren Staaten gegen die schwachen Staaten rücksichtslos durchsetzen und die Kleinen Leute auf allen Seiten dabei verlieren. Die Wirtschaftskraft wird nicht für bessere Lebensbedingungen für sie eingesetzt, sondern füllt über den Militärisch-Industriellen Komplex die Taschen der Vermögenden. Ihre Ideologie: Kooperation geht nicht, es herrscht immer Konfrontation und wir wollen die Stärkeren sein.


Wenn es ganz schlecht läuft - führt die Konfrontation am Ende dazu, dass die ganze Menschheit ausgelöscht sein wird. Die Wissenschaftler haben nicht ohne Grund die Weltuntergangsuhr auf ganz knapp vor Mitternacht vorgestellt.

Nach den Einschätzungen, die ich aus den USA bekomme, geht der Streit unter den Entscheidungsträgern bei einem Krieg mit China, das die USA durch seine wachsende Wirtschaftskraft zu überholen wird, nur noch darum, ob beim Krieg mit China auch das Leben in den USA gefährdet wäre oder nicht.


Unser Leben hängt - wie auch immer wieder im ersten Kalten Krieg - am seidenen Faden.


Darauf wollen wir mit unseren Trommeln aufmerksam machen. Die Trommeln rufen in Afrika Menschen bei Gefahr zusammen, um gemeinsam agieren zu können. Genauso das wollen wir erreichen. Macht mit, wenn Ihr Zeit habt.


Wolfgang Lieberknecht







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