Sollten wir uns bei den Völkern der ehemaligen Sowjetunion für den Völkermord entschuldigen?

Vor 80 Jahren startete die deutsche Regierung den Angriff auf die Sowjetunion. Er kostete mindestens 27 Millionen Menschen der UdSSR das Leben. Es war ein besonderer Krieg: Es ging der deutschen Führung nicht nur darum, das Land zu erobern. Es war das Ziel, die Menschen zu ermorden, um Platz für "deutsche Wehrbauern" zu schaffen und die Lebensmittel, von denen sich bisher die Menschen ernährten, durch ihre Auslöschung für das "deutsche Volk" zu bekommen?

Wir schlagen vor eine Diskussion darüber zu führen, ob wir uns für diesen vom deutschen Staat organisieren Völkermord entschuldigen sollten.

Verbinden sollten wie es mit einer Debatte über die Herstellung dauerhafter Friedensstrukturen in Europa, nachdem die Charta von Paris für die Schaffung eines neuen Europas von der Politik nicht umgesetzt worden ist.

Wir sollten auch diskutieren, was wir als "kleine Leute" selbst tun können über Städtepartnerschaften, Schulpartnerschaften, deutsch-russische und europäische Begegnungen.

Wir sollten auch diskutieren, wie wir aus der Sackgasse wieder herauskommen, in die uns die NATO-Osterweiterung geführt hat, die das Verhältnis zum inzwischen militärisch von der NATO eingekreisten Russland zu einem Tiefpunkt gebracht hat. Sollte die 1990 geplante gemeinsame europäische Sicherheitsstruktur zum zentralen Pfeiler werden, statt der Dominanz der NATO?

Wir freuen uns auf Eure Kommentare und erinnern and die Charta von Paris.


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