Pioneer: Frage ist: Wird der große europäische Krieg kommen, nicht wird der Ukraine-Konflikt bleiben

Aktualisiert: 2. Juni

Zuweilen im Stundentakt meldet Wolodymyr Selenskyj gegnerische Verluste. Die langjährige Leiterin des Nato Foresight Teams, Dr. Stefanie Babst, kommt zu gänzlich anderen Erkenntnissen als Selenskyj. Demnach hat die Ukraine keineswegs der russischen Armee das Rückgrat gebrochen, sondern – im Gegenteil – sie wird von eben jener Armee erwürgt. Die Medien schulen derweil ihre Zuschauer und Leser hastig um von Virologie auf Militarismus. „Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit!" Schöngeredet, frisiert und gelogen wird – und zwar auf beiden Seiten der Frontlinie. Die Firmen mit dem größten Investitionsetat im Lande sind nicht mehr Mercedes oder Siemens, sondern die Bundeswehr. Die Verteidigungsministerin darf nunmehr 150 Milliarden Euro ausgeben, derweil die Bildungsministerin sich mit 20,3 Milliarden Euro, und damit mit 500 Millionen Euro weniger als in 2021, begnügen muss. Der Staat hat seine Prioritäten neu sortiert.


Wer mit der langjährigen Leiterin des Nato Foresight Teams, Dr. Stefanie Babst, spricht, der bis vor Kurzem ranghöchsten Frau in der europäischen Nato, kommt zu gänzlich anderen Erkenntnissen als Selenskyj. Demnach hat die Ukraine keineswegs der russischen Armee das Rückgrat gebrochen, sondern – im Gegenteil – sie wird von eben jener Armee erwürgt.

Auszüge aus ......

Ein böses Wort ist vom Auslandsteil der Zeitung auf ihre Frontseite vorgerückt: KRIEG steht da jetzt, als sei es das Natürlichste der Welt. Die Talkshows werden neuerdings bevölkert von Militärexperten. Die Rüstungsfirmen fahren Sonderschichten.


Die Frage lautet nicht: Wird der Ukraine-Konflikt bleiben? Sondern: Wird der große europäische Krieg kommen?


Noch haben wir unsere eigene Fassungslosigkeit nicht überwunden. Seit dem 24. Februar führt Russland aus der Luft und am Boden einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.


Auf die Medienindustrie wirkt das Ganze wie ein Aufputschmittel. CNN berichtet mittlerweile mit rund 200 Journalisten, Technikern und eigenen Fahrern aus dem Kriegsgebiet – mehr als der Spiegel in Deutschland Redakteure hat. Der Krieg ist eben auch ein Geschäft; und der große Krieg ist ein großes Geschäft.


Das Erkennungszeichen der früheren Grünen war die Sonnenblume. Das Erkennungszeichen der neuen grünen Außenministerin ist die kugelsichere Weste.


Die Firmen mit dem größten Investitionsetat im Lande sind nicht mehr Mercedes oder Siemens, sondern die Bundeswehr. Die Verteidigungsministerin darf nunmehr 150 Milliarden Euro ausgeben, derweil die Bildungsministerin sich mit 20,3 Milliarden Euro, und damit mit 500 Millionen Euro weniger als in 2021, begnügen muss. Der Staat hat seine Prioritäten neu sortiert.


Die Medien schulen derweil ihre Zuschauer und Leser hastig um von Virologie auf Militarismus. "Feindliche Durchbruchsversuche abgewiesen." “Vorstoß bis zu 30 km Tiefe." “Feindliche Stellungen zertrümmert. “


Zuweilen im Stundentakt meldet Wolodymyr Selenskyj gegnerische Verluste, spricht von zurück eroberten Teilgebieten und verkündete dann am Wochenende den finalen Schlag: Die Ukraine habe der russischen Armee „das Rückgrat gebrochen“, sagte Selenskyj in einem am Samstag ausgestrahlten Fernsehinterview: Sie werden die nächsten Jahre nicht mehr auf die Beine kommen. “


Doch der alte Satz „Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit“ galt für den Ersten Weltkrieg, galt für Hitlers Krieg und gilt auch für Putins Krieg. Schöngeredet, frisiert und gelogen wird – und zwar auf beiden Seiten der Frontlinie.


Wer mit der langjährigen Leiterin des Nato Foresight Teams, Dr. Stefanie Babst, spricht, der bis vor Kurzem ranghöchsten Frau in der europäischen Nato, kommt zu gänzlich anderen Erkenntnissen als Selenskyj. Demnach hat die Ukraine keineswegs der russischen Armee das Rückgrat gebrochen, sondern – im Gegenteil – sie wird von eben jener Armee erwürgt. Frau Babst spricht von der Boa-Constrictor-​​Strategie:


Die Russen sind von drei Seiten auf die Ukraine losgestürmt und versuchen jetzt nicht nur militärisch die ukrainischen Streitkräfte zu dezimieren, sondern auch mit wirtschaftlichen Mitteln die Versorgungslinien abzuschneiden. Man sieht das ganz deutlich im Süden am Asowschen Meer und am Schwarzen Meer: Drei Hafenstädte wurden bereits eingenommen. Die letzte noch verbleibende freie ukrainische Hafenstadt Odessa liegt unter Belagerung. “


Zählt man die ebenfalls besetzten Republiken Donezk und Luhansk im Südosten der Ukraine und die bereits 2014 von Russland eroberte Krim dazu, dann, sagt Frau Babst, bleibt nur noch ein ukrainischer Rumpfstaat übrig. Das sei das eigentliche Ziel der russischen Generalität: Russland will die Ukraine in einen Rumpfstaat verwandeln, ohne Anbindung zur See und ohne die wirklich sehr wichtige industrielle östliche Basis, also im Donbass. “


Zugleich stoße Russland immer wieder militärisch auch in den Westen der Ukraine vor, mit dem aus ihrer Sicht klaren Ziel: Die russische Regierung möchte damit das Stresslevel in der ukrainischen Bevölkerung weiter hoch halten. Es ist schrecklich, unter andauerndem Beschuss oder Sirenenalarm zu leben. “Das Signal wirkt. Laut Angaben der Vereinten Nationen sind bereits 6,2 Millionen Ukrainer geflohen. Der ukrainische Rumpfstaat entkräftet sich.


Niederlage: Dass es so etwas auch für uns geben konnte - und zwar nicht als Zwischenfall, sondern als Endergebnis von lauter Siegen und Siegen - mein Kopf fasste es nicht. Die ganze Welt war mir fremd und unheimlich geworden.“

Selenskyj: Krieg & Wahrheit | The Pioneer


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