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Peter Brandt (ältester Sohn von Friedensnobelpreisträger Willy Brandt): Die Waffen müssen schweigen!

Soeben haben hat International ein wichtiges und spannendes Gespräch auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht. der Chefredakteur führt dort ein Gespräch mit dem deutschen Historiker und Intellektuellen Peter Brandt, ältester Sohn von Willy Brandt. Er gehört zu den Autoren eines vor wenigen Tagen in Deutschland publizierten Aufrufes, der vehement zu verstärkten diplomatischen Initiativen zur Erreichung eines Waffenstillstandes in der Ukraine aufruft. Die Autor*innen und Initiator*innen dieses Aufrufes deklarieren sich als Sozialdemokrat*innen und wenden sich in erster Linie daher auch an die SPD. Brandt beklagt zunächst die völlig einseitige Berichterstattung über den Ukrainekrieg, er lässt aber an seiner Verurteilung der russischen Aggression keinen Zweifel. Bei manchen Hörer*innen und Seher*innen mag sein Ausspruch, dass es bei diesem Krieg keinen Sieger sondern nur Verlierer geben werde, Widerspruch auslösen. Ebenso seine deutliche Kritik an der z.B. auch von der deutschen Außenministerin vertretenen Politik, die er als "Menschenrechtsbellizismus" bezeichnet. Wir ziehen auch einen Vergleich der gegenwärtigen Situation zu jener der 60er und 70er Jahre, in denen in Europa - Stichwort Helsinkiprozess - der Versuch unternommen wurde, eine die eigenständigen Sicherheitsinteressen Europas berücksichtigende Politik zu formulieren. Auch wenn sich die Zeiten natürlich wesentlich geändert haben mögen, so liegt es Brandts Meinung nach im europäischen Überlebensinteresse wieder zu einer Entspannungspolitik a la Brandt, Kreisky und Palme zurückzukehren. Er erinnert in diesem Zusammenhang an die leider weitgehend vergessene Tätigkeit der sogenannten Palme-Kommission.*)


Abschließend kommen wir auch noch auf die zuletzt bereits laut gewordene Kritik an dem Krieg, vor allem aber auch an den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf die überwiegende Mehrheit der Menschen in Europa zu sprechen. Er halte diese für durchaus legitim und hält es für einen gravierenden Fehler traditioneller Parteien wie der Sozialdemokraten, diese Kritik rechtsnationalistischen Demagogen zu überlassen.


Ein wirklich spannendes Gespräch! Mit besten Grüßen, Fritz Edlinger Herausgeber und Chefredakteur




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