Parmafrost taut rasant, führt in den Alpen zu Bergstürzen, bedroht in Russland Städte und Gebäude

In der Schweiz kommen die Berghänge ins Rutschen, und in Sibirien bedrohen sinkende Böden ganze Siedlungen. Der Permafrost taut weltweit rasant auf – und beschleunigt die Klimaerwärmung. Zudem tauchen plötzlich Mikroben auf, die vorher im Eis eingeschlossen waren. Die Wissenschaft ist alarmiert.

Alarm in Sibirien In Sibirien taut der Permafrost immer schneller – mit verheerenden Folgen. Es kommt in einigen Gebieten zu Dürren und Waldbränden, in anderen zu Überschwemmungen. Zudem tun sich riesige Krater auf, und der auftauende Boden gibt immer mehr Klimagase frei. Wie dramatisch die Situation in Sibirien ist, weiss die Schweizer Permafrost-Expertin Gabriela Schaepman-Strub. 🔥 Auch der Schweizer Permafrost taut Die gefrorenen Permafrost-Böden im Schweizer Hochgebirge beginnen ebenfalls aufzutauen. Das führt zu Bergstürzen, wie im Sommer 2017 am Piz Cengalo: Mehrere Murgänge verwüsteten damals das Dorf Bondo. Forschende des Schnee- und Lawinenforschungsinstituts SLF versuchen nun mit minutiösen Temperaturmessungen im Permafrost, diese Naturgefahren in Zukunft besser vorauszusagen. 🧊 Tiefgefrorene Mikroben Im Permafrost der Alpen schlummern unzählige Mikroorganismen, und viele davon sind der Wissenschaft noch gänzlich unbekannt. Laut Schweizer Mikrobiolog:innen könnten diese geheimnisvollen Mikroben sogar der Schlüssel zu neuen Antibiotika sein. 📈 Wie sieht es in der Schweiz aus? Im Gegensatz zu Sibirien sind hierzulande nur gut 4-5% der Schweizer Landesfläche Permafrost. Dieser befindet sich im Hochgebirge ab rund 2'500 Grad Celsius im Innern von steilen Felsen oder an Hangfusslagen in Form von Blockgletschern. Permafrost ist ein stabilisierender Faktor im Hochgebirge. Taut er auf, kommt es vermehrt zu Felsabbrüchen oder ganze Hänge kommen ins Rutschen. Ein Extrembeispiel ist der Bergsturz im Sommer 2017 am Piz Cengalo im Bergell im Kanton Graubünden.


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