Noch viel Arbeit für die Friedensbewegung in Ukraine und Russland: Schon viel Kriegsleid in Ukraine

Yurii Sheliazhenko ist Mitglied des Vorstandes von World BEYOND War. Er lebt in der Ukraine. Yurii ist Exekutivsekretär der ukrainischen pazifistischen Bewegung und Vorstandsmitglied des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung. Er erwarb 2021 einen Master of Mediation and Conflict Management und 2016 einen Master of Laws an der KROK-Universität. Neben seinem Engagement in der Friedensbewegung ist er Journalist, Blogger, Menschenrechtsverteidiger und Rechtswissenschaftler, Autor wissenschaftlicher Publikationen und Dozent für Rechtstheorie und -geschichte.

VON YURII SHELIAZHENKO

Schwerpunkt

Der Frieden wird von den Menschen in der Ukraine und in Russland sehr geschätzt und gelegentlich gepriesen, aber ein konsequenter Pazifismus ist im politischen und gesellschaftlichen Leben fast nicht vorhanden. Nur wenige Enthusiast*innen wagen es, für Gewaltlosigkeit, Antimilitarismus und Antikriegspolitik zu werben. Nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung verweigert aus Gewissensgründen den Wehrdienst und vermeidet es, dies öffentlich zu tun. Friedensarbeit und -erziehung entwickeln sich langsam und folgen globalen Trends, meist im Rahmen von internationalen Projekten und ausländischer Hilfe. Jegliche Friedensbewegung wird durch unsere traditionelle Kultur der Gewalt und des Krieges enorm behindert. Am aktivsten und erfolgreichsten waren die Friedensbewegungen vor dreißig Jahren, in den letzten Jahren des Kalten Krieges und der demokratischen Veränderungen in den postsowjetischen Ländern. Die wichtigsten Errungenschaften dieser Zeit waren die nukleare Abrüstung (einschließlich der Abschaffung der Mittelstrecken-Atomwaffen in Russland und des Verzichts der Ukraine auf ein Atomwaffenarsenal) und die Einführung eines zivilen Ersatzdienstes für einige religiöse Verweigerer des Militärdienstes aus Gruppen, die zuvor während des kommunistischen Terrors gegen „Sekten" und „Kosmopolitismus" unterdrückt worden waren. Diese Errungenschaften können sowohl auf formelle als auch auf informelle Friedensbewegungen zurückgeführt werden. Offizielle Friedensbewegungen in Russland und der Ukraine In der Sowjetunion gab es eine zentral organisierte offizielle Friedensbewegung, ein Propagandainstrument der Kommunistischen Partei, die den Ehrgeiz hatte, die Welt zum Frieden zu führen, aber die sogenannten bürgerlichen Pazifist*innen verurteilte, weil sie sich weigerten, einen Klassenkampf zu führen. Die offizielle Friedensbewegung schuf eine Art primitive Friedenskultur, indem sie weiße Tauben mit Olivenzweigen im Schnabel und Slogans der universellen Freundschaft zwischen den Menschen popularisierte. Sie lehrte jedoch in trügerischer Weise, dass Frieden durch einen gerechten Krieg wie den Großen Vaterländischen Krieg zu erreichen, der Westen ein existenzieller Feind und die Rote Armee unbesiegbar sei. Diese sei, aufgrund der heiligen Pflicht der Bürger*innen, das Vaterland zu verteidigen, und aufgrund der besten Waffen, einschließlich mächtiger Atomwaffen, die jedes Jahr bei den Paraden zum Tag des Sieges in Moskau vorgezeigt werden, die stärkste Kraft auf dem Planeten (selbst nach Gorbatschows Aufruf von 1986, die Atomwaffen abzuschaffen). Obligatorische Manifestationen von Arbeiter*innen und Student*innen, die dazu aufriefen, den Militarismus im Ausland, nicht aber in der Sowjetunion zu stoppen, machten diese offizielle Friedensbewegung zu einem schlechten Witz von gigantischem Ausmaß, wenn auch einem gut finanzierten. Nach der Auflösung des kommunistischen Imperiums organisierten ihre russischen und ukrainischen Zweige unabhängig voneinander weiterhin lokale symbolische und wohltätige Veranstaltungen nach dem alten Paradigma des gut bewaffneten Friedens und bedienten damit die Ambitionen einiger Teile der politischen Elite, als Friedensstifter dazustehen, ohne sich darum zu bemühen, die militaristische Kultur des Mainstreams in Frage zu stellen. Während des aktuellen Russland-Ukraine-Konflikts, der 2014 begann, waren beide Teile der ehemaligen sowjetischen Friedensbewegung in Kriegsanstrengungen verwickelt, unterstützten Kämpfer im Donbass und beschönigten die auf Eskalation ausgerichtete Politik der jeweiligen Regierungen in internationalen Gremien. Dieser doppelzüngige Frieden wurde zum gängigen Bestandteil manipulativer Politik, die von führenden nationalen Politiker*innen betrieben wird. Putin spricht vom „russischem Frieden", droht aber damit, dass die Ukraine ruiniert wird, wenn sie von ihm getrennt wird, und baut die sowjetische Kriegsmaschinerie weiter auf. Zelensky versprach den Ukrainer*innen den „Frieden zu unseren Bedingungen" und verfolgte eine militaristische Politik: Nichteinhaltung der Minsker Vereinbarungen, Erhöhung der Militärausgaben und Stärkung der Streitkräfte, Anwerbung von NATO-Unterstützung und militärischer Hilfe, Einführung drakonischer Strafen für Wehrdienstverweigerer und Mobilisierungsverweigerer, Einbeziehung der gesamten Bevölkerung in den militarisierten „nationalen Widerstand" mit obligatorischer militärischer Ausbildung zusätzlich zur postsowjetischen „militärisch-patriotischen Erziehung", die den Schulkindern sowohl in der Ukraine als auch in Russland immer noch die Mentalität des Kriegers aufzwingt. In den seltenen Fällen, in denen sich die politische Elite gegen die Eskalation des Ukraine-Russland-Konflikts wehrt, verfolgt sie eher Eigeninteressen als den Frieden: So hat das ukrainische Parlament nach dem Zwischenfall in der Straße von Kertsch 2018 den ehemaligen Präsidenten Poroschenko daran gehindert, das landesweite Kriegsrecht zu verhängen und die Präsidentschaftswahlen zu verschieben. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, folgen die Akteur*innen der Zivilgesellschaft der offiziellen Friedensheuchelei oder fördern offen den Militarismus. Einige sowjetische Dissident*innen protestierten gegen die Kriegsmaschinerie, aber ihr Hauptanliegen waren Menschenrechte und nationale Befreiung. Während der Stagnation des kommunistischen Imperiums entstanden informelle Gruppen von Internationalist*innen, Hippies, Anti-Atom-Aktivist*innen und Friedensforscher*innen, darunter die „Gruppe für die Schaffung von Vertrauen zwischen Ost und West" in Moskau und Lwiw (Lemberg). Es gelang ihnen, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen, aber sie wurden von den Behörden verfolgt, konnten keine organisatorischen Kapazitäten entwickeln und lösten sich bald auf. Heute hat sich die Menschenrechtsbewegung in der Ukraine von der Friedensbewegung abgekoppelt und wurde von der Regierung instrumentalisiert (sowohl die ukrainische als auch die russische Regierung verklagten sich gegenseitig vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, weil sie die Urteile des Gerichtshofs am meisten verletzten); ich fragte öffentlich nach den Gründen dafür, erhielt aber keine Antwort von den wichtigsten Aktivist*innen vor Ort. Nach dem Ende des Kalten Krieges Der sozioökonomische Niedergang nach dem Ende des Kalten Krieges und der reibungslosen Auflösung der Sowjetunion lenkte die Aufmerksamkeit der öffentlichen Intellektuellen von der Frage des Friedens auf Probleme der Nationenbildung und der Reformen der freien Marktwirtschaft. Die Streiks und ethnischen Konflikte jener Zeit schufen jedoch ein Feld für internationale friedensfördernde Programme wie Verhandlungen, Mediation, Dialogförderung, Friedenserziehung und humanitäre Hilfe. Es bildeten sich kleine, unauffällige Gemeinschaften von Friedensarbeiter*innen und –pädagog*innen, von denen einige auch heute noch aktiv sind und neue entstehen (vor allem mit finanzieller Unterstützung der USA und der EU), die trotz extremer Ressourcenknappheit, Gleichgültigkeit der Bevölkerung und Anfeindungen von rechts ihr Bestes geben (in der Ukraine vermeiden Friedensarbeiter*innen vorsichtshalber das Wort "Frieden"). Leider gibt es auch nationalistische Projekte des sozialen Zusammenhalts und offen militante Aktivitäten, die als Friedensarbeit dargestellt werden. Friedensfördernde Veranstaltungen in der Ukraine und in Russland sind selten. Enthusiast*innen organisieren lokale Feiern zum Internationalen Tag des Friedens, hauptsächlich in Bildungseinrichtungen. In den ersten Jahren des aktuellen Konflikts gab es in beiden Ländern mehrere Antikriegsdemonstrationen; Übergriffe und Repressionen brachten die Stimmen des Friedens zum Schweigen. Die Kirchen beten regelmäßig für den Frieden und leisten den Opfern des Krieges Hilfe, segnen aber auch die Krieger und Waffen. Der ukrainische Zweig der Russisch-Orthodoxen Kirche und prorussische Fernsehsender versuchten, den Dialog zwischen den Menschen zu fördern, die in den von der Regierung und den Separatisten kontrollierten Gebieten der Ukraine leben; diese Versuche wurden als russische Provokation bezeichnet, die Fernsehsender wurden verboten, und die ukrainische Regierung unternahm große Anstrengungen, um die prorussische Kirche in jeder Gemeinde durch eine patriotische zu ersetzen. Aktuelle Antikriegsbewegungen Ableger der Friedensbewegung in beiden Ländern sind in den sozialen Medien zu finden (Antikriegs- und Anti-Wehrpflicht-Gruppen und -Seiten in Facebook usw.), in den Teilnahmelisten globaler Veranstaltungen wie dem Weltsozialforum und der Friedenswelle sowie in den globalen Netzwerken der Zivilgesellschaft wie dem Internationalen Friedensbüro, den Friends Peace Teams und der WILPF. Die "PeaceMap" der Rotarier enthält mehrere "Friedensorganisationen" in Kiew, Moskau und Sankt Petersburg, von denen einige jedoch offen für die NATO werben. Das Europäische Büro für Kriegsdienstverweigerung, das jährlich über Verletzungen des Menschenrechts auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen in Europa (einschließlich der Ukraine und Russlands) berichtet, führt unter den Mitgliedsorganisationen die Ukrainische Pazifistische Bewegung (WRI-Sektion), das Komitee der Soldatenmütter Russlands und die Bewegung der Kriegsdienstverweigerer in Russland auf. WRI, DFG-VK, Connection e.V., IFOR und Amnesty International protestierten mit internationalen Solidaritätsaktionen in Athen, Berlin, Genf, Kiew und Mainz gegen politische Verfolgung und rechtsextreme Übergriffe auf den Pazifisten Ruslan Kotsaba. (2). Es liegt in der Tat noch viel Arbeit vor uns, um in der Ukraine und in Russland eine reife, echte Friedenskultur zu entwickeln und eine vollwertige Friedensbewegung zu organisieren. Anmerkung 1 Die Redaktion möchte darauf hinweisen, dass die Person von Kotsaba nicht unumstritten ist. So entschied der Aachener Friedenspreis 2019 gegen eine Preisverleihung an ihn wegen antisemitischer Äußerungen in einem Video, für die sich Kotsaba später entschuldigt hat. Siehe https://www.dw.com/de/kein-aachener-friedenspreis-f%C3%BCr-ruslan-kotsab... Zwei Mitglieder der Redaktion waren gegen den Abdruck dieses Artikels im Friedensforum. Deshalb weisen wir ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass die Inhalte der Artikel im Friedensforum die Meinung der jeweiligen Autor*innen, nicht die der Redaktion des Friedensforums widerspiegeln.


Friedensbewegung in der Ukraine und in Russland | Netzwerk Friedenskooperative


Friedenserziehung für Staatsbürgerschaft: eine Perspektive für Osteuropa

20. September 2021 Meinung 0


(Wiederveröffentlicht aus: Pravdoshukach, 5. September 2021.)


Von Jurij Sheliazhenko

Osteuropa hat im 20. und 21. Jahrhundert viel unter politischer Gewalt und bewaffneten Konflikten gelitten. Es ist an der Zeit zu lernen, wie man in Frieden und im Streben nach Glück zusammenleben kann.


Der traditionelle Ansatz zur Vorbereitung der Jugend auf die Teilnahme am politischen Leben der Erwachsenen in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und in Russland war und ist eine so genannte militärisch-patriotische Erziehung. In der Sowjetunion galt der ideale Bürger als loyaler Wehrpflichtiger, der den Befehlshabern ohne Fragen gehorcht.


In diesem Paradigma war die militärische Disziplin ein Modell für das zivile Leben, das abweichende Meinungen aus dem politischen Bereich ausschloss. Natürlich wurden alle Arten von Wehrdienstverweigerern, wie z. B. Anhänger des "Apostels der Gewaltlosigkeit" Leo Tolstoi und Volksprotestanten, im Rahmen von Kampagnen gegen "Sekten" und "Kosmopolitismus" unterdrückt.


Die postsowjetischen Staaten haben dieses Paradigma übernommen und neigen noch immer dazu, eher gehorsame Soldaten als verantwortungsbewusste Wähler zu erziehen. Aus den Jahresberichten des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung (EBCO) geht hervor, dass Wehrpflichtige in der Region kaum oder gar keine Möglichkeit haben, ihre Ablehnung des Krieges und ihre Weigerung zu töten rechtlich anerkennen zu lassen.


Wie die Deutsche Welle berichtet, diskutierten Experten 2017 auf einer internationalen Konferenz in Berlin über die Risiken der postsowjetischen patriotischen Militärerziehung, die den Autoritarismus in Russland und die rechtsextreme Politik in der Ukraine fördert. Beide Länder bräuchten eine moderne demokratische Erziehung zur Staatsbürgerschaft, so die Experten.


Schon früher, im Jahr 2015, unterstützten das Auswärtige Amt und die Bundeszentrale für politische Bildung das Eastern European Network for Citizenship Education (EENCE), ein Netzwerk von Organisationen und Experten, das die Entwicklung der staatsbürgerlichen Bildung in der Region Osteuropa, einschließlich Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldawien, Russland und der Ukraine, zum Ziel hat. Die Teilnehmer des Netzwerks unterzeichnen ein Memorandum, in dem sie sich mutig zu den Ideen von Demokratie, Frieden und nachhaltiger Entwicklung bekennen.


Die Idee der Kriegsverhütung durch eine staatsbürgerliche Erziehung zur Friedenskultur geht auf die Werke von John Dewey und Maria Montessori zurück. Sie wurde in der UNESCO-Verfassung treffend formuliert und in der 2016 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten Erklärung zum Recht auf Frieden wiederholt: "Da Kriege in den Köpfen der Menschen beginnen, muss die Verteidigung des Friedens in den Köpfen der Menschen aufgebaut werden."


Der weltweite moralische Impuls, für den Frieden zu erziehen, war so stark, dass selbst die Normen der patriotischen Erziehung einige begeisterte Friedenserzieher in der Sowjetunion und den postsowjetischen Ländern nicht davon abhalten konnten, die nächste Generation zu lehren, dass alle Menschen Brüder und Schwestern sind und in Frieden leben sollten.


Ohne das Erlernen der Grundlagen der Gewaltlosigkeit hätten die osteuropäischen Völker bei der Auflösung des kommunistischen Imperiums wahrscheinlich noch viel mehr Blut vergossen, und es wären weitere politische und sozioökonomische Konflikte entstanden. Stattdessen haben die Ukraine und Weißrussland auf Atomwaffen verzichtet, und Russland hat 2 692 Atomwaffen mittlerer Reichweite zerstört. Außerdem haben alle osteuropäischen Länder mit Ausnahme von Aserbaidschan einen zivilen Ersatzdienst für einige Kriegsdienstverweigerer eingeführt, der in der Praxis kaum zugänglich ist und Strafcharakter hat, aber dennoch einen Fortschritt darstellt, wenn man ihn mit der völligen Nichtanerkennung der Rechte von Kriegsdienstverweigerern in der Sowjetunion vergleicht.


Wir machen einige Fortschritte bei der Friedenserziehung in Osteuropa, wir haben das Recht, Errungenschaften zu feiern, und es gibt in unserer Region jedes Jahr Hunderte von Nachrichten über die Feierlichkeiten zum Internationalen Tag des Friedens am 21. September in Schulen und Universitäten. Wir können und sollten jedoch noch mehr tun.


Normalerweise ist die Friedenserziehung nicht ausdrücklich in den Lehrplänen der Schulen verankert, aber ihre Elemente können in einigen Fächern der formalen Bildung, wie den Grundlagen der Sozial- und Geisteswissenschaften, umgesetzt werden. Nehmen wir zum Beispiel die Weltgeschichte: Wie kann ich sie unterrichten, ohne die Friedensbewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts und die Mission der Vereinten Nationen, Frieden auf der Erde zu schaffen, zu erwähnen? H.G. Wells schrieb in "Der Umriss der Geschichte": "Ein Gefühl für die Geschichte als gemeinsames Abenteuer der gesamten Menschheit ist für den inneren Frieden ebenso notwendig wie für den Frieden zwischen den Nationen."


Caroline Brooks und Basma Hajir, Autoren des Berichts "Peace education in formal schools: why is it important and how can it be done?" (Friedenserziehung in formalen Schulen: warum ist sie wichtig und wie kann sie durchgeführt werden), erklären, dass die Friedenserziehung darauf abzielt, die Schüler mit der Fähigkeit auszustatten, Konflikte zu verhindern und zu lösen, indem sie deren Grundursachen angehen, ohne auf Gewalt zurückzugreifen, und zwar durch Dialog und Verhandlungen, und die jungen Menschen in die Lage zu versetzen, verantwortungsvolle Bürger zu werden, die offen für Unterschiede sind und andere Kulturen respektieren. Die Friedenserziehung umfasst auch Themen und Fragen der Weltbürgerschaft sowie der sozialen und ökologischen Gerechtigkeit.


In den Klassenzimmern, in Sommercamps und an jedem anderen geeigneten Ort, wo wir über Menschenrechte oder nachhaltige Entwicklungsziele diskutieren, Mediation unter Gleichaltrigen und andere Soft Skills des zivilisierten sozialen Lebens trainieren, erziehen wir die nächste Generation der Bürger Europas und der Menschen auf der Erde, dem Mutterplaneten aller Menschen, zum Frieden. Friedenserziehung gibt mehr als nur Hoffnung, sie gibt eine Vision, dass unsere Kinder und die Kinder unserer Kinder die Ängste und Schmerzen von heute vermeiden können, indem sie das Beste aus unserem Wissen und unseren Praktiken des kreativen und demokratischen Friedens nutzen und entwickeln, um wahrhaft glückliche Menschen zu sein.


Yurii Sheliazhenko ist Exekutivsekretär der ukrainischen pazifistischen Bewegung, Mitglied des Vorstands des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung und Mitglied des Vorstands von World BEYOND War. Er erwarb einen Master of Mediation and Conflict Management (2021) und einen Master of Laws (2016) an der KROK-Universität sowie einen Bachelor of Mathematics (2004) an der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität in Kiew. Neben seiner Teilnahme an der Friedensbewegung ist er Journalist, Blogger, Menschenrechtsverteidiger und Rechtswissenschaftler, Autor mehrerer wissenschaftlicher Publikationen und Dozent für Rechtstheorie und -geschichte.


Peace education for citizenship: a perspective for Eastern Europe - Global Campaign for Peace Education (peace-ed-campaign.org)


Radiobeitrag in Weltradio über diesen Link

Yurii Sheliazhenko - World Beyond War . . .

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