Nicht nur Assange: Einzelhaft für für Frieden eintretende Whistleblower Der Israeli Mordechai Vanunu

Mordechai Vanunu, ein israelischer Nukleartechniker, enthüllte im Jahre 1986 die Existenz des bis dahin geheimgehaltenen Nuklearforschungsprogrammes Israels. Er wurde vom Mossad aus Rom entführt, mit einer Injektion ohnmächtig gemacht und dann per Schiff in Diplomatengepäck nach Israel gebracht. Wegen Landesverrats und Spionage wurde er am 24. März 1988 zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er rund 11 Jahre in Isolationshaft im Schikma-Gefängnis in Aschkelon verbrachte. Am 21. April 2004 wurde Vanunu unter strengen Auflagen freigelassen: Er darf Israel nicht verlassen, sich keiner ausländischen Botschaft nähern und muss über geplante Ortswechsel Rechenschaft ablegen. Außerdem darf er weder das Internet noch Handys benutzen. Mordechai Vanunu – Wikipedia.

Wichtig ist das von ihm gegebene Wissen in folgendem Zusammenhang: Israels Regierungen drohen immer wieder, iranische Atomanlagen zerstören zu wollen. Sie waren an Cyberattacken auf die Nuklearanalgen in Iran beteiligt und an der Ermordung iranischer Wissenschaftler. Dabei haben 189 Staaten schon vor über zehn Jahren bei einer UNO-Konferenz die Einrichtung einer atomwaffenfreien Zone im Nahen Osten beschlossen. 2012 sollte eine internationale Konferenz einberufen werden, um über die Errichtung einer Massenvernichtungswaffen-freien Zone im Nahen und Mittleren Osten zu beraten. Und entgegen der medialen Zuschreibungen: Nicht die iranischen, sondern die israelische Regierungen blockieren die Umsetzung des vor über zehn Jahren von der UNO beschlossen Zone. Israel ist bis heute nicht der Aufforderung der Weltkonferenz gefolgt, dem Atomwaffensperrvertrag beizutreten. Israels Regierungen haben im Rahmen seiner Politik der "atomaren Zweideutigkeit" den Besitz von Nuklearwaffen nie bestätigt und ist als einziges Land der Region nicht dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten.

Mordechai Vanunu



24 Ansichten0 Kommentare