Nationalsozialisten stuften 10.000 Kinder und Jugendliche als "lebensunwert" ein und ermordeten sie

Aktualisiert: Okt 1

Kinderärzte und ihre Verbrechen in der NS-Zeit Ausstellung zu Kindern, die Opfer der Euthanasie-Morde wurden, ab Oktober an der Uni Salzburg

In der Stadt Salzburg erinnert das Euthanasie-Mahnmal im Kurgarten an die Opfer. Mehr als 500 Personen aus Stadt und Land Salzburg oder aus einer Salzburger Pflegeeinrichtung fielen der "Euthanasie" zum Opfer.

Heute Morgen habe ich die Nachricht erhalten, dass am Freitag Ihr Kind in eine andere Anstalt verlegt wird", heißt es in einem Brief eines Kinderarztes an einen Vater im Juli 1942. "Andere Anstalt" war die Tarnbezeichnung für die Verlegung in eine Tötungsanstalt. Mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche sind in der Zeit des Nationalsozialismus in den Programmen zur Vernichtung "lebensunwerten Lebens" ermordet worden, weil sie behindert, krank oder als krank angesehen waren. Die Ausstellung Im Gedenken der Kinder widmet sich den Verbrechen von Kinderärzten und zeigt Opferbiografien sowie die Kinderfachabteilungen, über die die betroffenen Kinder in die Mühlen des Systems geraten konnten. "Die Ausstellung möchte nicht nur an die medizinischen Verbrechen während der NS-Zeit, sondern vor allem an die Opfer und deren Leid erinnern, in der mahnenden Hoffnung, dass sich solche Verbrechen nie mehr wiederholen", erklärt Robert Obermair. https://www.derstandard.at/story/2000130045725/kinderaerzte-und-ihre-verbrechen-in-der-ns-zeit



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