Militärexperten warnen: Irrsinn von Politikern droht Atomkrieg auszulösen - Konferenz am Donnerstag

Aktualisiert: 2. Juni

Video-Konferenz des Schiller-Instituts

26. Mai, 17.00 Uhr MESZ

Amerikanische und europäische Militär- und Sicherheitsexperten warnen: Irrsinn der Politiker droht einen Atomkrieg auszulösen

Redner:

  • Oberst a.D. Richard Black, ehem. Leiter der Strafrechtsabteilung in der Militärgerichtsbarkeit der US-Armee und ehem. Abgeordneter des Landessenats im US-Bundesstaat Virginia

  • General a.D. Leonardo Tricarico, ehemaliger Stabschef der italienischen Luftwaffe

  • Ray McGovern, Analyst, Central Intelligence Agency (CIA-ret.), Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)

  • Eric Denécé, Direktor des Französischen Zentrums für Geheimdienstforschung (CF2R)

  • Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Präsidentin des Schiller-Instituts



Zwei Artikel, die von bekannten Bastionen des britischen Imperialismus veröffentlicht wurden, sollten Sie bis ins Mark erschüttern. Erstens stellte der stellvertretende Generaldirektor des Royal United Services Institute (RUSI), Malcolm Chalmers, am 20. Mai eine Strategie vor, um Rußland wegen der Krim an den nuklearen Abgrund zu treiben, oder wie er es nannte, eine „Kubakrise auf Steroiden“. Er argumentierte, eine solche gefährliche Provokation könne es „einfacher“ machen, Rußland zu zwingen, den Krieg mit der Ukraine beizulegen. Er deutete an, daß die Ukraine – ermutigt durch die NATO-Strategie, den „russischen Frosch zu kochen“, indem sie diesem Land immer ausgefeiltere Waffen in immer größeren Mengen überläßt – die Krim zurückerobern könnte, wie sie es seit 2014 wünscht. Rußland könnte dies als existentielle Bedrohung betrachten und dies könne Wladimir Putin dazu veranlassen, die russischen Atomstreitkräfte in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen und mit deren Einsatz zu drohen. „Es wäre ein Moment extremer Gefahr“, räumte Chalmers ein, „aber gerade wegen der Gefahr, die einer solchen Situation innewohnt, könnte eine solche Nuklearkrise es den Führern erleichtern, schwierige Kompromisse zu schließen.“

Das RUSI ist seit seiner Gründung im Jahr 1831 die wichtigste Denkfabrik der britischen Krone im Bereich Verteidigung. Der Chalmers-Artikel „This War Still Presents Nuclear Risks-Especially in Relation to Crimea“ ist ein Augenöffner.

Die Henry Jackson Society (HJS) in London wirbt nun aggressiv für ihren Bericht aus dem Jahr 2020, in dem eine Strategie skizziert wird, die berüchtigte „Five Eyes“-Allianz aus Großbritannien, den USA, Kanada, Australien und Neuseeland als Instrument zu nutzen, um die vollständige wirtschaftliche Abkopplung des Westens von China durchzusetzen..

Diese neokonservative Denkfabrik, die sich gegen Rußland und China richtet, wird vom britischen Geheimdienst geleitet, u. a. durch den (durch „Russiagate“ berühmt-berüchtigten) ehemaligen MI6-Chef Sir Richard Dearlove, der zu den Gründern der HJS gehörte und heute einer ihrer Leiter ist. Selbst der Versuch, China vom internationalen System abzukoppeln, könnte eine „wirtschaftliche Atombombe“ auf die Weltwirtschaft loslassen, bevor er vollzogen ist. China ist nicht nur die größte Handelsmacht der Welt. Es hat derzeit die höchste wissenschaftlich-technische Entwicklungsrate auf dem Planeten, eine Produktivkraft, die die Länder des Entwicklungssektors und die kollabierenden westlichen Nationen dringend zum Überleben benötigen.

Auch ein echter Atomkrieg könnte die Folge sein. Teil der HJS-Strategie ist der Aufbau von Beziehungen zu Taiwan, die zu dessen Abspaltung von China führen sollen. China hat unmißverständlich klar gemacht, daß es auf jeden Versuch, Taiwan von der chinesischen Nation abzuspalten, mit überwältigender militärischer Gewalt reagieren wird. Dies ist ein ebenso gefährliches Unterfangen wie ein von der NATO unterstützter Versuch der Ukraine, die die Krim zurückzuerobern.

Präsident Joe Biden wirbt derzeit auf seiner Asienreise für genau diese britischen Strategien.

Die Konferenz des Schiller-Instituts am 26. Mai bietet Ihnen die einmalige Gelegenheit, führenden Experten auf dem Gebiet der Sicherheit zuzuhören, die Ihnen Einblicke gewähren, die Sie in den Mainstream-Medien nie erhalten werden.

Diese Experten werden Erkenntnisse mitteilen, die Sie in den Mainstream-Medien nie hören werden.

Hier ist ein Auszug aus einem Interview mit Oberst a.D. Richard Black mit EIR am 6. Mai.

Black: „Ich denke, das wird unter anderem dafür sorgen, daß eine große Zahl unschuldiger ukrainischer Soldaten unnötig sterben wird. Eine Menge russischer Soldaten werden unnötig sterben. Es sind Kinder. Wissen Sie, Kinder ziehen in den Krieg. Ich bin als Kind in den Krieg gezogen. Man denkt, daß das, was das eigene Land tut, in Ordnung ist. Es bricht mir das Herz, wenn ich die Gesichter junger Russen sehe, die – in einigen Fällen auf sehr kriminelle Weise – von ukrainischen Streitkräften niedergeschossen wurden. Und ebenso sehe ich ukrainische junge Männer, die auf dem Schlachtfeld niedergemetzelt werden.

Das kümmert uns nicht! Den Vereinigten Staaten und der NATO ist es egal, wie viele Ukrainer sterben. Nicht die Zivilisten, nicht die Frauen, nicht die Kinder, nicht die Soldaten. Es ist uns egal. Es ist ein großes Fußballspiel geworden. Wir haben unser Team. Sie haben ihr Team. Hurra, hurra. Wir wollen die meisten Punkte holen und die anderen in die Ecke treiben. Und es ist uns egal, wie viele unserer Spieler auf dem Spielfeld verkrüppelt werden, solange wir nur gewinnen.


Wir müssen uns über die Schwere unseres Handelns im Klaren sein. Wenn es für die Vereinigten Staaten um Leben und Tod ginge, was in der Ukraine geschieht, wäre das vielleicht eine Sache. Als die Sowjetunion Raketen auf Kuba stationierte, die auf die Vereinigten Staaten gerichtet waren, war es das Risiko wert, weil es direkt an unserer Grenze lag und uns bedrohte. Es war ein Kampf, für den es sich zu kämpfen und ein Risiko einzugehen lohnte. Die Russen befinden sich in einer spiegelbildlichen Situation, denn für sie hängt das Leben Rußlands davon ab, daß die NATO daran gehindert wird, weiter in die Ukraine vorzustoßen, bis an ihre Grenzen. Sie können es sich nicht leisten, diesen Krieg nicht zu führen. Sie können es sich nicht leisten, diesen Krieg nicht zu gewinnen.

Daher denke ich, daß wir mit einer ständigen Eskalation in einem Krieg spielen, der für die Amerikaner eigentlich keine Bedeutung hat – die Ukraine ist für die Amerikaner bedeutungslos; sie hat keinen Einfluß auf unser tägliches Leben. Und doch spielen wir dieses rücksichtslose Spiel, das das Leben aller Menschen in den Vereinigten Staaten und Westeuropa aufs Spiel setzt! Und das für nichts und wieder nichts!“

General a.D. Leonardo Tricarico, ehemaliger Stabschef der italienischen Luftwaffe, erhebt täglich seine Stimme gegen die von der EU, der NATO, den USA und Großbritannien vorangetriebene Eskalation in der Ukraine. In einem Interview mit fanpage.it sagte er: „Die Politiker haben ihren Verstand verloren. Der einzige, der zum Frieden aufruft, ist der Papst, und die EU sollte ihren Strategischen Kompaß und die verrückte Idee aufgeben, den Krieg in der Ukraine zu gewinnen.“

„Der Abbruch der Verhandlungen nach dem sogenannten Butscha-Massaker habe gezeigt: „Viele Menschen haben ihre Klugheit verloren, und einige von ihnen haben ihren Verstand verloren… Ich beziehe mich auf die Akteure, die die ersten sein sollten, ernsthafte und strukturierte Friedensverhandlungen zu fördern, insbesondere die Vereinigten Staaten, die NATO, Polen und die baltischen Länder. Sie sollten versuchen, auf Selenskyj zuzugehen, ihn empfänglicher und gefügiger zu machen, statt dessen stacheln sie ihn an, hetzen ihn auf und bewaffnen ihn.“ Tricarico fuhr fort: „Es ist richtig, den Schwächsten im Ukraine-Konflikt zu helfen… aber das sollte keine Alternative zur Aufnahme von Friedensverhandlungen sein. Es wird oft behauptet, daß die beiden Dinge gegensätzlich sind, während sie statt dessen absolut kompatibel sind: Selenskyj muß die Chance erhalten, aus einer würdigen Position heraus zu verhandeln. Das Problem ist, daß die USA und die NATO die Ukraine aufrüsten, um den Krieg zu Ende zu führen, und nicht, um in den Verhandlungen mit Moskau stärker zu sein.“

VIPS-Gründungsmitglied Ray McGovern warnt:

„Man darf nicht paranoid sein… Paranoia oder nicht, die Wahrscheinlichkeit, daß Atomwaffen eingesetzt werden könnten, wenn Putin den Eindruck hat, daß er in der Ukraine verliert, ist nicht etwas, was man mit Nonchalance behandeln sollte.“

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, setzt sich für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur ein, als einzigem Weg, die Gefahr eines Atomkriegs zu bannen.

Eric Denécé, Direktor des französischen Zentrums für Nachrichtendienstforschung (CF2R), erklärte am 8. Mai 2021 auf einer Videokonferenz des Schiller-Instituts, daß „es unerläßlich ist, daß wir das integrierte Kommando des Atlantischen Bündnisses verlassen und zur Situation vor 2008 zurückkehren [als Frankreich nicht dabei war]. Diese kollektive Organisation, die in der Vergangenheit ihre Rolle in vollem Umfang gespielt hat, hat seit dem Ende des Kalten Krieges keine andere Daseinsberechtigung mehr als die Befriedigung amerikanischer Interessen. Natürlich bringt uns der Austritt aus dem integrierten Kommando nichts, aber der Verbleib darin führt dazu, daß wir kollektive Positionen einnehmen, die unseren Interessen zuwiderlaufen.“

Die Konferenz wird auf englisch stattfinden und simultan auf Zoom ins Deutsche übersetzt. Für den Zugang zur Zoomplattform ist eine Anmeldung erforderlich.

Konferenz – Amerikanische und europäische Militär- und Sicherheitsexperten warnen: Irrsinn der Politiker droht einen Atomkrieg auszulösen | Schiller-Institut (schillerinstitute.com)


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