Mehr Flüchtlinge in Spanien und GB: Was hat das Versprechen gebracht, Fluchtursachen zu beseitigen?

Tagesrekorde bei der Überquerung des Ärmelkanals Richtung England: Eritreer verlor vorgestern dabei sein Leben. Der Migrationsdruck an Spaniens Grenzen steigt. Auch hier kamen wieder Menschen ums Leben. Seit die Politik versucht, durch Grenzschließungen Menschen ihr Menschenrecht auf Antragstellung für Asyl zu nehmen, argumentiert sie, man könne nicht alle Verzweifelten aufnehmen, sondern müsse die Fluchtursachen beseitigen. Tatsächlich zeigt die Flüchtlingszahl nur denen, die dafür Menschenrechte für alle eintreten nur, wie viele Menschen auf dieser Erde in verzweifelten Lebensbedingungen leben. Inzwischen ist aber die Zahl nicht gesunken, sondern sie steigt immer weiter an. 86 Prozent der Flüchtlinge weltweit lebten Ende 2020 in Staaten mit niedrigen oder mittleren Einkommen. Dies liegt unter anderem an dem fehlenden internationalen Konsens, wenn es um das Thema Aufnahme von Flüchtlingen geht. Etwa 80 Prozent aller Vertriebenen leben in Regionen, in denen akute Ernährungsunsicherheit und Unterernährung herrscht.


Wir bitten alle, die wollen, dass Menschen nicht mehr fliehen müssen, weil sie im eigenen Land menschenwürdig und in Frieden leben können, sich jetzt selbst zu engagieren und im Dialog mit der Politik die notwendigen Maßnahmen dazu einfordern: Unten über den Link schreiben wir dazu mehr:



Berichte:

Zahl der Migranten am Ärmelkanal erreicht mit knapp 600 einen Tagesrekord

Immer mehr Menschen versuchen in kleinen Booten den Ärmelkanal Richtung England zu überqueren. Am Donnerstag schafften so viele wie noch nie zuvor an einem einzigen Tag die gefährliche Überfahrt.

Ebenfalls am Donnerstag war ein 27 Jahre alter Mann aus Eritrea bei einem Überquerungsversuch ums Leben gekommen, als ein Boot mit 40 Menschen an Bord in Seenot geriet und sank. Auch am Mittwoch mussten mehr als 100 Menschen gerettet werden.

https://www.nzz.ch/international/zahl-der-migranten-am-aermelkanal-erreicht-mit-knapp-600-einen-tagesrekord-ld.1640457


Der Migrationsdruck an Spaniens Grenzen steigt

Im Norden, Osten, Süden und Westen versuchen Flüchtlinge nach Spanien überzusetzen, um europäischen Boden zu erreichen. Selbst strenge Grenzkontrollen und Abschreckungsmanöver halten sie kaum auf. Inzwischen hilft Marokko aber wieder mit.

Mit dem Auto dauert die Fahrt vom nordspanischen Grenzort Irún ins französische Städtchen Hendaye nur wenige Minuten. Doch für Migranten aus Afrika ist diese Route riskant, denn die französische Grenzpolizei führt selektive Grenzkontrollen durch, um potenziell illegal eingereiste Einwanderer aufzugreifen. Wer entdeckt wird, wird umgehend über die Grenze zurück nach Spanien gebracht. Seit 2002 besteht zwischen den beiden Ländern ein Rückführungsabkommen.

Um diesem Schicksal zu entgehen, versuchen inzwischen immer mehr Migranten, durch den breiten, mit vielen Stromschnellen besetzten Grenzfluss Bidasoa zu schwimmen. Zwei Migranten sind dieses Jahr bei diesem Unterfangen bereits gestorben. Ein Mann starb am vergangenen Sonntag. Er stammte aus Guinea. «Der Tod eines Menschen, der verzweifelt ein besseres Leben anstrebt, darf uns nicht gleichgültig lassen», twitterte Irúns Bürgermeister José Antonio Santano.


Zusammen mit seinen Amtskollegen aus dem baskischen Städtchen Hondarribia und der französischen Gemeinde Hendaye hat er einen Brief an die Regierungen der beiden Länder geschrieben, in welchem sie die scharfen Grenzkontrollen kritisieren. Vertreter von Nichtregierungsorganisationen unterstützen den Brief: «Wir sind nur eine Durchgangsstation. Es ist nicht rechtens, dass Menschen beim Passieren einer Grenze im Schengen-Raum aufgehalten werden», sagte Mikel Mazkiaran, ein Anwalt, der unter anderem für die Organisation SOS Rassismus tätig ist.

Nach Angaben des lokalen Netzwerks Irungo Harrea Sarea, dessen Helfer die Ankömmlinge im Baskenland verpflegen und ihnen Unterkünfte zur Verfügung stellen, kamen in diesem Jahr bisher 4100 Zuwanderer. Das sind so viele, wie die Organisation im gesamten letzten Jahr gezählt hat.

https://www.nzz.ch/international/immer-mehr-migranten-nutzen-das-baskenland-als-tor-nach-frankreich-ld.1639910


Wie Fluchtursachen verringern?

https://www.internationale-friedensfabrik-wanfried.org/post/was-tun-um-fluchtursachen-zu-beseitigen-jetzt-gibt-es-konkrete-vorschl%C3%A4ge-einer-fachkommission





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