Israelischer Verteidigungsminister Gantz: Unser Militär bereitet einen Angriff auf den Iran vor

Gantz und andere Beamte wollen, dass die USA die Sanktionen ausweiten und militärische Operationen vorbereiten, und es scheint, dass die Amerikaner auf sie hören. Letzte Woche verhängten die USA mitten in den Verhandlungen neue Sanktionen gegen den Iran. Die New York Times berichtete, dass Biden bereits im Oktober den Nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan angewiesen hatte, den überarbeiteten Plan des Pentagons für militärische Maßnahmen gegen den Iran zu überprüfen". Es gibt akute Kriegsgefahr in den Konflikten der USA mit dem Iran, Russland und China; überall geht es um die Sicherung der US-Vorherrschaft, überall drohen sie mit Gewalt, statt den Dialog zu suchen, den Weg, den das Völkerrecht vorschreibt.


Gantz erklärt den USA, er habe das israelische Militär angewiesen, einen Angriff auf den Iran vorzubereiten - Auch die USA deuten mögliche Militäroperationen gegen den Iran an

von Dave DeCamp

übersetze aus Antiwar.com

Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz teilte Reportern mit, dass er US-Beamte während eines Treffens in Washington letzte Woche darüber informiert habe, dass er den israelischen Verteidigungsstreitkräften befohlen habe, sich auf einen Angriff auf den Iran vorzubereiten.


Er habe den Befehl gegeben, "sich auf die iranische Herausforderung auf operativer Ebene vorzubereiten", sagte Gantz am Rande einer Konferenz in Miami, Florida, die am Freitag stattfand. Eine hochrangige israelische Militärquelle sagte der Times of Israel, dass Gantz dem Verteidigungsminister Lloyd Austin einen Zeitplan vorgelegt haben könnte, wann ein israelischer Angriff stattfinden könnte.


Die Israelis haben die Regierung Biden nachdrücklich aufgefordert, die indirekten Verhandlungen mit dem Iran zur Wiederbelebung des Atomabkommens, die derzeit in Wien stattfinden, aufzugeben. Gantz und andere Beamte wollen, dass die USA die Sanktionen ausweiten und militärische Operationen vorbereiten, und es scheint, dass die Amerikaner auf sie hören.


Letzte Woche verhängten die USA mitten in den Verhandlungen neue Sanktionen gegen den Iran. Eine hochrangige US-Delegation reist diese Woche in die Vereinigten Arabischen Emirate, um an einer Verschärfung der bestehenden Sanktionen zu arbeiten. Einige Banken in den VAE machen noch immer Geschäfte mit dem Iran, was Washington verhindern will.


Das Weiße Haus erklärte letzte Woche, Präsident Biden habe seine Regierung angewiesen, sich auf "andere Optionen" vorzubereiten, falls die Diplomatie mit dem Iran scheitern sollte. "Der Präsident hat sein Team gebeten, für den Fall vorbereitet zu sein, dass die Diplomatie scheitert und wir uns anderen Optionen zuwenden müssen", sagte die Sekretärin des Weißen Hauses, Jen Psaki.


Die New York Times berichtete, dass Biden bereits im Oktober den Nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan angewiesen hatte, den überarbeiteten Plan des Pentagons für militärische Maßnahmen gegen den Iran zu überprüfen". Dem Bericht der Times zufolge wollte Biden mit seiner Hinwendung zu möglichen militärischen Optionen dem Iran zeigen, dass den USA die "Geduld" ausgeht. Doch indem sie den Druck auf den Iran bereits erhöht hat, hat die Regierung Biden der Diplomatie mit der neuen iranischen Regierung kaum eine Chance gegeben.

Gantz Tells US He Ordered Israeli Military to Prepare an Attack on Iran - News From Antiwar.com


*Israel denkt laut über einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen nach** ** Die israelische Armee deckt sich mit neuen Waffen ein, die Luftwaffe plant eine grossangelegte Militärübung, und Politiker verschärfen ihre Rhetorik gegenüber Iran. Doch innerhalb Israels gibt es auch viel Kritik am Kurs der Regierung. Immer offener reden israelische Vertreter über einen Militärschlag gegen Iran – notfalls auch im Alleingang. Sprich: ohne Unterstützung von Washington. «Iran wird niemals in den Besitz von Atombomben gelangen», sagte David Barnea, der Leiter des Auslandgeheimdienstes Mossad, vergangene Woche. «Nicht in den nächsten Jahren, niemals.» Gemeinsam mit den Streitkräften werde der Geheimdienst alles tun, um die Gefahr eines nuklear bewaffneten Iran zu unterbinden.** Planungen werden beschleunigt Die israelischen Streitkräfte würden die operationale Planung und Vorbereitungen für einen möglichen Militärschlag gegen Iran beschleunigen, sagte Generalstabschef Aviv Kohavi. Gleichzeitig liess Kohavi die Öffentlichkeit wissen, dass er wenig von einer Neuauflage des Atomabkommens der ständigen Mitglieder des Uno-Sicherheitsrats und Deutschlands mit Iran hält. Für das kommende Frühjahr plant die Luftwaffe eine der grössten Übungen über dem Mittelmeer, um einen Angriff auf Iran zu simulieren, wie die Streitkräfte am Donnerstag bestätigten. Laut Medienberichten hat Israel in jüngster Zeit für knapp 5 Milliarden Franken moderne amerikanische Bomben und andere Waffen gekauft. Diese Woche reisten sowohl der Mossad-Chef Barnea als auch Verteidigungsminister Benny Gantz nach Washington. Der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin erklärte anschliessend, er habe gegenüber seinem israelischen Amtskollegen die Entschlossenheit Washingtons bekräftigt, Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern. https://www.nzz.ch/international/atomstreit-mit-iran-israel-denkt-laut-ueber-angriff-nach-ld.1659615 Während in Israel von gemeinsamen Militärübungen die Rede ist, konzentrieren sich die Amerikaner auf wirtschaftlichen Druck. Nächste Woche soll eine hochrangige amerikanische Delegation in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen. Die Emirate sind nicht nur ein wichtiger Handelspartner Teherans, sie spielen auch eine zentrale Rolle bei der Umgehung der Sanktionen. Laut einer aktuellen Umfrage des Israeli Democracy Institute unterstützt eine Mehrheit von 58 Prozent der jüdischen Israeli einen Angriff auf Iran ohne amerikanische Zustimmung. Trotzdem stellt sich die Frage, ob Israel überhaupt zu einem unilateralen Militärschlag in der Lage wäre und was es mit der Drohkulisse erreichen will.

Atomstreit mit Iran: Israel denkt laut über Angriff nach (nzz.ch)

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