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Hitzewellen: In einer Welt, deren Atmosphäre mehr Treibhausgase enthält, wird es insgesamt wärmer.

Wir müssen auch in Europa lernen, dass Wetter tödlich sein kann und wie wir uns schützen. Das gilt besonders für Hitze. Hitzewellen sind mit Abstand die tödlichsten Extremwetterereignisse, die wir in Europa haben. Das ist vielen Menschen überhaupt nicht bewusst. Deshalb ist zu erwarten, dass es auch mehr Hitzeextreme geben wird und weniger Kälteextreme. Schon in der Theorie würde man also auf die Idee kommen, dass Hitzewellen zunehmen. Wir haben Klimamodelle, also sozusagen unser physikalisches Verständnis in Gleichungsform, wo man einen ganz starken Anstieg sieht. Aber es ist zweitens auch einfach genau das, was wir fast überall auf der Welt längst beobachten. Von diesen Studien gibt es besonders viele zu Hitzewellen. Und alle sind bisher immer zu demselben Schluss gekommen: dass der Klimawandel eine große Rolle spielt. Jede einzelne Hitzewelle ist mittlerweile wahrscheinlicher und heißer, als sie es ohne Klimawandel gewesen wäre. Wie sehr, das hängt zum Beispiel von Region und Jahreszeit ab. Gerade in Europa ist der Einfluss des Klimawandels auf Sommerhitze übrigens besonders stark. Die Hitzewelle 2019 in Toulouse zum Beispiel wäre ohne Klimawandel um 4 Grad kälter gewesen. Das sind krasse Zahlen. Die habe ich sonst noch nie irgendwo auf der Welt gesehen. Extremes Wetter, egal welches, verschärft jetzt schon Ungleichheit. Davor habe ich Angst: dass wir den Klimawandel weiterhin als irgendein physikalisches Problem betrachten, das irgendwann später auf uns zukommt und das man dann schon irgendwie technisch lösen wird. Wir müssen unsere Gesellschaften weniger verletzlich machen, und das heißt vor allem: Ungleichheit und Armut bekämpfen.






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