Grenzkrise: Flüchtlinge kommen v.a. aus westlichen Interventionsgebieten: Irak, Syrien, Jemen

Polens Regierung handelt wieder gewalttätig, wie im von ihr mitzuverantwortenden völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Irak, aus dem viele der Kriegsvertriebenen stammen, die jetzt Sicherheit in der EU suchen. Die EU-Staaten aber sind Teil der Kriegskoalition "gegen den Terror" und tragen Mitverantwortung für die Schaffung von Flüchtlingen. Jetzt verweigern sie - die nach ihren Angaben - mit Interventionen Menschenrechte in anderen Ländern durchsetzen wollen - den Flüchtlingen ihr Menschenrecht, zu ihrem Schutz Asyl beatragen zu können: "Artikel 13: (1) Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen. (2) Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren. Artikel 14: (1) Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen." Allgemeine Erklärung der Menschenrechte - Vereinte Nationen - Regionales Informationszentrum für Westeuropa (unric.org)

16. November (EIRNS) - Zu den allgemeinen Fragen, die sich zwischen Polen und Weißrussland stellen, wurde gestern auf der Website der französisch-russischen Allianz, einer der beiden Gruppierungen in Frankreich, die sich an der Seite der russischen Regierung für die Verbesserung der französisch-russischen Beziehungen einsetzen, ein Videobeitrag des ehemaligen französischen Militärveteranen und heutigen Leiters des französischsprachigen Think-Tanks Stratpol (Centre d'analyses politico-stratégique), Xavier Moreau, veröffentlicht. Er hatte folgendes zu den allgemeinen Aspekten dieses Konflikts zu berichten.

Moreau bekräftigte nach Präsident Wladimir Putin und anderen, dass die Krise durch die westlichen Kriege in Südwestasien verursacht wurde, und erinnerte an die besondere Rolle Polens in diesen Kriegen. Das Hauptkontingent der in Weißrussland ankommenden Migranten stammt aus dem Irak, Syrien und dem Jemen, und Polen spielte eine wichtige Rolle im Krieg gegen den Irak. Mit 2.000 Soldaten war das polnische Kontingent nach den USA, Großbritannien und Australien das viertgrößte in diesem Krieg, was Polen das Recht auf eine besondere Besatzungszone in dem Land einbrachte, die es bis 2008 innehatte. Jetzt zahle Polen den Preis für die Beteiligung an diesem neokolonialistischen Krieg, erklärte er.

Moreau wies darauf hin, dass Polen derzeit eine Politik betreibe, die von Józef Piłsudski, dem Staatschef von 1918 bis 1922, inspiriert sei. Er hatte sich für die Schaffung einer starken mitteleuropäischen Streitmacht gegen Russland eingesetzt, an deren Spitze Polen im Bündnis mit Litauen stehen sollte, in das Piłsudski aber auch die Ukraine und Weißrussland einbeziehen wollte. Das Vorbild dieser "Intermarium-Republik" (von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer) war die "Republik zwischen zwei Staaten" (Miedzymorze-Föderation), die unter polnischer Führung bis ins 18. Jahrhundert (1795) Mitteleuropa beherrschte.

Moreau zufolge ist dies der Spielplan, nach dem Warschau und Vilnius handeln, seit sie beschlossen haben, das anglo-amerikanische "Wahlbetrugsszenario" gegen Lukaschenko zu unterstützen, ein Szenario, das die polnische Regierung dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump im Sommer 2020, rund um die Wahlen in Weißrussland am 9. August 2020, vorlegte. Moreau weist darauf hin, dass sich die Polen in Vilnius mit der belarussischen Opposition von Tsikhanouskaya und der antirussischen Opposition von Navalny absprechen.


Stratpol - YouTube

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