Die von uns finanzierte Nato hält ihr größtes Manöver seit 1989 ab: Krieg in Europa wird geübt

Aktualisiert: Apr 27

„Defender Europe 2021“ ist das größte Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges. Mehr als 28.000 Soldaten aus 26 Nationen proben das Kriegführen an der russischen Grenze. In diesen Tagen ist viel mit sorgenvollem Unterton über die Konzentration russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine berichtet worden. Moskau sprach stets von zeitlich begrenzten Manövern und der jetzt angekündigte Rückzug der Soldaten scheint dies zu bestätigen. Es ist bemerkenswert, dass ganz ähnliche Aktivitäten der USA und ihrer Nato-Verbündeten zur gleichen Zeit im Westen Russlands in der Öffentlichkeit praktisch unerwähnt geblieben sind, obwohl der übergeordnete Zusammenhang auf der Hand liegt.1990 hatten die NATO-Staaten versprochen keinen Zentimeter über Deutschland Richtung russische Grenze zu ziehen: Jetzt zeigen sie Russland: Wir brechen unser Verbrechen, aber ihr seid zu machtlos, es zu verhindern. Man überlege sich, was die USA machen würden, wenn Russland oder China sich so an ihren Grenzen benehmen würden? Vor Jahren prognostizierte schon ein US-Stratege, dass es wieder Krieg in Europa geben werde. Er begründete das damit, dass es gut ist, wenn sich die Menschen anderer Staaten gegenseitig bekämpfen statt die USA(Europa wird wieder Kriege haben: US-Strategie (auf deutsch) l George Friedman STRATFOR (internationale-friedensfabrik-wanfried.org).

Bereits seit dem März laufen hier die Vorbereitungen für eines der größten Manöver in Europa seit dem Ende des Kalten Krieges. Unter dem Namen „Defender Europe 2021“ werden mehr als 28.000 Soldaten aus 26 Nationen die Verlegung von Truppen und Material und die Zusammenarbeit mit den USA üben. „Defender Europe 2021 demonstriert unsere Fähigkeit, als strategischer Sicherheitspartner auf dem westlichen Balkan und im Schwarzen Meer zu fungieren und gleichzeitig unsere Fähigkeiten in Nordeuropa, im Kaukasus, in der Ukraine und in Afrika zu erhalten“, heißt es auf der Website der siebenten US Army Europe (USAREUR). Gemeinsam wäre man in der Lage, „auf jede Krise zu reagieren, die sich ergeben könnte“. Das Unternehmen findet nun mit knapp 3000 US-Soldaten statt, die in diesen Tagen samt Material an deutschen Nordseehäfen eintreffen und quer durch die Bundesrepublik und Österreich Richtung Südosten transportiert werden. Im Mai sind dann 30 Einzelmanöver in zwölf Staaten geplant, darunter in Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Kroatien und dem Kosovo, aber auch in Estland an der Westgrenze Russlands. Beteiligt sind Einheiten aus der Ukraine und Georgien, also weiteren Staaten mit direkten Grenzen zu Russland. Deutschland würde dabei vor allem die Rolle des Transitlandes übernehmen. Im Unterschied zum Kalten Krieg gilt das Land nicht mehr als Hauptkampfzone, sondern vor allem als Aufmarschgebiet für die Allianz. Aufmerksamkeit und Kritik an dem Manöver halten sich in Deutschland bislang in Grenzen. Einzig der Linke-Politiker Oskar Lafontaine kommentierte jüngst das Geschehen: „Während das gegen Russland gerichtete Manöver Defender Europe 2021 mit 30.000 Soldaten aus 26 Ländern läuft, jammern die westlichen Medien wieder über die aggressive Moskauer Politik, weil Russland seine Truppen an der ukrainischen Grenze verstärkt. Das Lügen geht weiter: Die Einkreisung Russlands ist ‚Verteidigung‘.“ In der Schwarzmeer-Region stoßen die gegensätzlichen Interessen der Nato und Russlands besonders eklatant aufeinander, denn dort ist mit der Schwarzmeerflotte eine der wichtigsten strategischen Kräfte des russischen Militärs stationiert, mit der Moskau seine Machtoptionen im östlichen Mittelmeer und dem Nahen Osten unterstreicht. Ihre Bewegungsfreiheit einzugrenzen, ist Teil jeglicher strategischer Überlegungen der Nato in dieser Region. „Europe Defender“ zeigt auf jeden Fall, dass auf beiden Seiten der Bündnisgrenzen für den Ernstfall geübt wird. Es geht um ein Gleichgewicht der Kräfte – wie einst im Kalten Krieg.

mit Auszügen aus: Nato hält Großmanöver in Osteuropa ab (berliner-zeitung.de)


Dieses Manöver vertieft den Wortbruch erneut gegenüber Russland; er ist der Hintergrund der Spannungen zwischen dem Westen und Russland; sie wurden v.a. von den US-Regierungen gezielt geschürt, um ein Zusammenwachsen Europas zu einem den USA gleichstarken Partner zu verhindern:





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