Die Menschen in der arabischen Welt werden ihren Weg zur Emanzipation weitergehen

Die Schlüsselrolle können und werden die Zivilgesellschaften spielen, in Europa und im arabischen Raum

Ein ausführliches Gespräch mit einem der bedeutendsten deutschsprachigen Nahostexperten Prof. Udo Steinbach. Dieser war nicht nur jahrzehntelanger Direktor des Deutschen Orient Instituts in Hamburg, sondern gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Autoren zu den verschiedensten Themen des Nahen Ostens. Der aktuelle Anlass ist die Herausgabe eines neuen, höchst umfangreichen, Buches: "Tradition und Erneuerung im Ringen um die Zukunft. Der Nahe Osten seit 1906" im Kohlhammer Verlags. Diese bietet auf knapp 600 Seiten einen umfangreichen Überblick über die politischen Entwicklungen im vergangenen Jahrhundert und formuliert im abschließenden Kapitel auch eine - für manche möglicherweise überraschende - hoffnungsvolle Prognose. Steinbach formuliert seine Überzeugung, dass der Nahe Osten trotz einer dramatischen und nicht gerade ersprießlichen Entwicklung seit Beginn des 20. Jahrhunderts durchaus das Potential zu einer positiven Entwicklung hat. Trotz der Niederschlagung des "Arabischen Frühlings" existieren Kräfte, vor allem in der Jugend, welche sich weiterhin für Demokratie, sozialen Fortschritt und Menschenrechte engagieren. Man sollte also seiner Meinung nach die Macht und die Überzeugungskraft der Zivilgesellschaft nicht unterschätzen. Von Europa, welches sich zuletzt nicht besonders engagiert gezeigt hat, erwartet er eine stärkere Unterstützung dieser auf Veränderung ausgerichteten sozialen Bewegungen.


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