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Der Mann, der seinen Feind in seiner Regierung sah, nicht in Menschen, die er für sie töten sollte

„Nein, ich werde nicht 10.000 Meilen von zu Hause entfernt helfen, eine andere arme Nation zu ermorden und niederzubrennen, nur um die Vorherrschaft weißer Sklavenherren über die dunkleren Völker der Welt sichern zu helfen. Kein Vietcong hat mich NIGGER genannt! Wenn ich sterben will, dann werde ich hier und jetzt sterben, im Kampf gegen Sie, wenn ich sterben will. Du bist mein Feind, nicht die Chinesen, nicht der Vietcong, nicht die Japaner. Du bist derjenige, der sich mir entgegenstellt, wenn ich Freiheit will."

"Ich verstecke mich nicht vor der Rekrutierung. Ich verbrenne keine Flaggen. Ich laufe nicht nach Kanada weg. Ich bleibe hier. Willst du mich ins Gefängnis schicken? Gut, nur zu. Ich war schon 400 Jahre im Gefängnis. Vielleicht noch vier oder fünf weitere, aber ich gehe nicht 10.000 Meilen weit, um zu helfen, andere arme Menschen zu ermorden und zu töten. Wenn ich sterben will, dann werde ich hier und jetzt sterben, im Kampf gegen Sie, wenn ich sterben will. Du bist mein Feind, nicht die Chinesen, nicht der Vietcong, nicht die Japaner. Du bist derjenige, der sich mir entgegenstellt, wenn ich Freiheit will. Du bist derjenige, der sich mir widersetzt, wenn ich Gerechtigkeit will. Du bist derjenige, der sich mir widersetzt, wenn ich Gleichheit will. Willst du, dass ich irgendwohin gehe und für dich kämpfe? Nicht einmal hier in Amerika verteidigst du meine Rechte und meine Überzeugungen. Ihr verteidigt mich nicht einmal hier zu Hause" Muhammad Ali.

Muhammad Ali (* 17. Januar 1942 in Louisville, Kentucky, Geburtsname Cassius Marcellus Clay Jr.;3. Juni 2016 in Scottsdale, Arizona[1]) war ein US-amerikanischer Boxer und der Einzige, der den Titel des unumstrittenen Weltmeisters dreimal in seiner Karriere gewinnen konnte. Bekannt wurde er zunächst unter seinem Namen Cassius Clay.[2] Er gehörte zu den bedeutenden Schwergewichtsboxern und herausragenden Sportathleten des 20. Jahrhunderts überhaupt und wurde 1999 vom Internationalen Olympischen Komitee zum „Sportler des Jahrhunderts“ gewählt.[3] Vor allem die in den 1970er Jahren über TV weltweit ausgestrahlten Boxkämpfe mit Joe Frazier (3-mal, 1971–1975), Ken Norton (3-mal, 1973–1976) und der Rumble in the Jungle gegen George Foreman (1974) gelten als Klassiker unter den Schwergewichtskämpfen.

Außerhalb des Boxrings sorgte Ali als Prominenter ebenfalls, insbesondere in den USA, immer wieder für politische Schlagzeilen. So lehnte er öffentlich den Vietnamkrieg ab, verweigerte den Wehrdienst, unterstützte die Emanzipationsbewegung der Afroamerikaner und trat der Organisation Nation of Islam bei.

Titelverlust wegen Wehrdienstverweigerung

Im April 1967 wurde Ali der Titel aberkannt, nachdem er sich geweigert hatte, den Wehrdienst anzutreten. Als ausschlaggebend für seine Entscheidung nannte er zum einen seinen Glauben, sprach aber zum anderen auch die Frage der fehlenden Gleichberechtigung der Afroamerikaner an („Nein, ich werde nicht 10.000 Meilen von zu Hause entfernt helfen, eine andere arme Nation zu ermorden und niederzubrennen, nur um die Vorherrschaft weißer Sklavenherren über die dunkleren Völker der Welt sichern zu helfen.“).[11] Mit dem bekannten Zitat „Kein Vietcong nannte mich jemals Nigger“ nahm er eine Redewendung des Studentenführers und Bürgerrechtlers Stokely Carmichael auf.[12] Ali wurde wegen Wehrdienstverweigerung zu fünf Jahren Gefängnis und 10.000 US-Dollar Strafe verurteilt, blieb aber gegen Kaution auf freiem Fuß. 1970 wurde die Sperre aufgehoben, bis dahin erhielt er keine Boxlizenz. Sein Reisepass wurde eingezogen und er musste drei Jahre inaktiv bleiben. In dieser Zeit trat er viel im Fernsehen auf und äußerte sich dort zu gesellschaftspolitischen Fragen. Finanzielle Probleme konnte er dank der Gagen für Fernsehauftritte und Reden in Universitäten und anderen öffentlichen Einrichtungen überbrücken, zudem unterstützte ihn sein späterer Gegner Joe Frazier.


Muhammad Ali – Wikipedia





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