China will die USA vor einem Angriff abschrecken: Aufrüstung, um einen Gegenschlag führen zu können

Angesichts ihrer Einkreisung durch Militärstützpunkte der USA und einer immer aggressiveren Sprache der US-Politik gegen China rüstet das Land in großer Geschwindigkeit auf; auch atomar. Die Ängste Chinas sind berechtigt. China ist dabei, die USA wirtschaftlich zu überholen. Wirtschaftskraft ist die Basis für politische und militärische Kraft. Und die US-Regierungen wollen niemandem erlauben, mit ihnen gleichrangig zu werden. Das hat auch Biden gerade wieder betont. In vielen Kriegen - nicht nur im Irak - haben US-Politiker bewiesen, dass kein Völkerrecht und keine UNO sie von Kriegen abhält, die sie für ihre Interessen führen wollen. Und bisher haben sie immer auch die US-Gesellschaft so beeinflussen können, dass sie die Kriege mitgetragen oder zumindest erlaubt haben. Sollte es aber wirklich zu dem Krieg kommen, ist Schluss mit der Menschheit: Raffen wir uns auf und machen das Unmögliche möglich: Bauen wir eine von den Menschen für die Menschen getragene Weltfriedensordnung auf, wie sie in der UNO-Charta 1945 beschlossen wurde. Sie verpflichtet die Staaten, Krieg und Gewalt zu unterlassen und alle Konflikte nur mit friedlichen Mitteln zu lösen. Dazu brauchen wir eine gestärkte und reformierte UNO, getragen von den Menschen der Welt. Packen wir es an, das sollte doch möglich sein, dass alle, die die Gefahren der US-amerikanisch-chinesisch-russischen Konfrontation für uns alle sehen, die Gefahr abwenden können. Wir brauchen eine gemeinsame globale Institutionen, die den Menschen in jedem Staat die Sicherheit geben, nicht angegriffen zu werden, auch wenn er keine Armee und keine Atomwaffen hat. Nur so werden wir auch aus der Aufrüstungsspirale rauskommen, die uns auch schon ohne Krieg in die Selbstvernichtung treibt, weil sie die Mittel verschlingt, die wir für den Stopp der Klimazerstörung und die Schaffung von Perspektiven für die jungen Menschen weltweit brauchen.




Peking – Ende Juni aufgenommene Satellitenbilder zeigen, dass in der Nähe der chinesischen Stadt Yumen (Provinz Gansu) 119 neue Raketensilos gebaut werden. Die bombensicheren Abschussanlagen dürften für Chinas 2019 erstmals präsentierte Dongfeng-41-Interkontinentalrakete errichtet werden, die mit einer Reichweite von 15.000 Kilometern bis zu zehn Sprengköpfe ans Ziel bringen kann.

Admiral Charles Richard, der Kommandeur der US-Nuklearstreitkräfte, sagte im April vor dem US-Kongress aus, dass China "mit atemberaubender Geschwindigkeit" aufrüste. Die Volksbefreiungsarmee habe neue mobile Abschussrampen und atomwaffenfähige U-Boote beschafft und ihren Bestand an Interkontinentalraketen vergrößert. In den kommenden zehn Jahren wird sich Chinas Atomarsenal zumindest verdoppeln, kalkulierte das US-Verteidigungsministerium im September 2020.

Die einzelnen Baustellen sind je drei Kilometer voneinander entfernt und mit Straßen verbunden. Wie viele Raketen in den einzelnen Silos untergebracht werden, ist nicht bekannt. Bei einem Teil der neugebauten Anlagen könnte es sich um Attrappen handeln.


Nukleares Hütchenspiel

Die Chinesen könnten auch vorhaben, Raketen zwischen den Silos zu verschieben, sodass der Gegner wie beim Hütchenspiel nie wissen kann, welche Anlage bestückt ist. Die USA planten in der 1970er-Jahren ein solches System, bei dem 4.600 Silos für lediglich 200 Raketen errichtet werden sollten.

China will mit seinem Rüstungsprogramm sicherstellen, im Fall eines US-Angriffs einen Gegenschlag führen zu können, der

die Abwehrsysteme der Amerikaner überfordert, sagte der Rüstungsexperte Jeffrey Lewis der "Washington Post". Bisher war man davon ausgegangen, dass China 250 bis 350 Atomwaffen besitzt. Die USA verfügen laut der Federation of American Scientists über 3.800 einsetzbare nukleare Sprengköpfe und Bomben, Russland über 4.497, beide Weltmächte arbeiten an neuen Atomwaffensystemen.

https://www.derstandard.at/story/2000127871212/satellitenbilder-zeigen-ueber-hundert-neue-raketensilos-in-china




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