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China fördert - im Gegensatz zum Westen, der bewusst Konflikte schürte - Frieden im Nahen Osten

Frieden im Nahen und Mittleren Osten? Was für eine schöne Vision. Doch Amerikas Kriege in der Region, in den letzten zwei Jahrzehnten, völkerrechtswidrig und durch Lügen begründet, die hunderttausende von Menschenleben gefordert haben und aus deren gescheiterten strategischen Entwürfen der IS seinen Siegeszug entfachen konnte, haben Folgen hinterlassen, die nicht einfach über Nacht beseitigt werden können.


Cashkurs: Chinas neuer Naher Osten Die von Peking mitgestaltete Annäherung zwischen den beiden bisherigen Rivalen Iran und Saudi-Arabien eröffnet auch an anderen Fronten neue Perspektiven und Möglichkeiten im Rahmen der geopolitischen Neuordnung. Der Westen bleibt hierbei in der mitunter staunenden Zuschauerrolle. (..) Aber, die Annäherung zwischen den beiden bisherigen Rivalen Iran und Saudi-Arabien, eine Rivalität die von den Strategen im Westen geschürt wurde, eröffnet neue Perspektiven. Durch den Einsatz der Volksrepublik China, die ihr geopolitisches Engagement jetzt auch in der Region um den Persischen Golf intensiviert, vereinbarten Riad und Teheran Anfang März die seit 2016 geschlossenen Botschaften innerhalb von zwei Monaten wiederzueröffnen, die Beziehungen zu normalisieren und eingefrorene Abkommen über wirtschaftliche Kooperation und Sicherheitszusammenarbeit umzusetzen. Die Golfregion ist für China wichtig, als Teil seiner Seidenstraßeninitiative und als Region, aus der die Volksrepublik rund die Hälfte seines Erdöls bezieht. In Washington, London, Brüssel und Tel Aviv hielt sich die Begeisterung daher in engen Grenzen, denn Entspannung gehört anscheinend nicht zu den Tugenden, der sogenannten "regelbasierten Ordnung", schon gar nicht wenn diese vom Global Player China ins Leben gerufen wird. (..) In mehreren regionalen Brennpunkten stehen sich die Islamische Republik und die saudische Erbmonarchie bisher feindlich gegenüber. Entspannung an allen Fronten. Vor allem im Jemen könnte eine Entschärfung des dortigen Bürgerkrieges die positive Folge sein, im besten Fall ein Ende des blutigen Konflikts. (..) Die geopolitischen Neuordnungen im Nahen Osten sind ein Schlag für den Westen, stellen aber Stärkung Russlands dar. Dies gilt besonders im Falle Syriens.

Die Flucht der Amerikaner aus Kabul, im August 2001, die Tatsache, dass dort die Taliban wieder an den Schalthebeln der Macht sitzen, obschon diese vor 20 Jahren angeblich vernichtet wurden, vor allem aber die Erkenntnis, wie schnell Washington dort seine Verbündeten fallen ließ, gehört sicher auch zu den Motiven für den Kurswechsel Saudi-Arabiens in Richtung Osten. Die Machthaber in Kiew sind sich hoffentlich darüber im Klaren, dass das Fallenlassen von Verbündeten der USA nicht nur für den Nahen Osten gilt.

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