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Bedingungslose Unterstützung Israels ist keine Entlastung von eigenen antisemitischer Vergangenheit

Die Zeitschrift International hat den Ausschnitt einer vom früheren österreichischen Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky im Jahr 1983 (!) gehaltenen Rede zum Nahostkonflikt wieder ins Netz gestellt. "Wir machen das bewusst und hoffen, dass sich möglichst viele Politiker*innen, Journalist*innen und weitere Beobachter*innen, welche sich höchst überrascht und verständnislos über die jüngsten Terroranschläge und deren Hintergründe zeigen, dieses Video ansehen werden. Kreisky sagt es gleich zu Beginn: Dieser Gewaltausbruch war vorhersehbar, er ist das Ergebnis der jahrzehntelangen und brutalen Unterdrückung und Vertreibung des Palästinensischen Volkes durch Israel. Gewalt ist niemals ein legitimes und zielführendes Mittel der Konfliktlösung, aber man sollte nicht ignorieren, woher die Gewalt kommt und wer sie aus welchen Motiven ausübt.


Ich habe mir in meiner Einleitung auch erlaubt, jene von mir zuvor adressierten Gruppen direkt anzusprechen. Denn diese ignorieren entweder bewusst die historischen Fakten und Hintergründe oder sie nehmen zu einem der schrecklichsten und brutalsten Konflikte der vergangenen 75 Jahre Stellung, ohne das nötige Wissen darüber zu haben. Es steht außer Zweifel, dass Antisemitismus eine der schrecklichsten und verbrecherischsten Sünden der Welt (vor allem der europäischen!) ist, aber eine bedingungslose Unterstützung der israelischen Okkupations- und Vertreibungspolitik (wie es die deutsche und inzwischen auch österreichische Bundesregierung praktizieren) ist keine geeignete Therapie, sich mit der eigenen (verbrecherischen) Vergangenheit auseinanderzusetzen. Und dass die deutschen und österreichischen Rechtsradikalen inzwischen zu den heftigsten Unterstützern Israels zählen, ist ein tragischer Witz der Geschichte.....



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