Badiou: Die kapitalistischen Staaten zerstören Staaten und sichern sich die Rohstoffe über Milizen

Wir alle können uns heute ein Bild davon machen, was aus den "Kriegen geben den Terror" herausgekommen ist: Die NATO-Staaten haben behauptet, damit Menschenrechte und Demokratie fördern zu wollen und sie für die Menschen der Länder zu führen, in die sie intervenieren. Der französische Philosoph, Alain Badiou, meint dagegen, dass kapitalistische Motive hinter den Kriegen stehen. Die westlichen Staaten zerstören die Staaten, die nationale Eliten nach der Durchsetzung der Unabhängigkeit gegen die Staaten, die sie unterworfen hatten, aufgebaut hatten. Sie begründen ihre Kriege mit den vielen Unzulänglichkeiten in diesen Staaten. Haben Sie die nun sogar verstärkt oder beseitigt? Bilden wir uns im Sinne der Aufklärung "Habe Mut, Deinen eigenen Verstand zu gebrauchen" selbst eine Meinung.

Alain Badiou: „In Afrika und dem Nahen Osten zeigt sich eine neue Form des imperialistischen Widerspruchs, dessen Konsequenz darin besteht, dass in vielen Regionen kein normales Leben mehr möglich ist. Man zerstört den Staat, kreiert eine anarchische Situation, unterstützt dann, je nach den eigenen Interessen, die eine oder andere politische Kraft. Das Ergebnis ist für die Zivilbevölkerung fürchterlich. Die Menschen können nicht mehr in ihrem Land bleiben.. ….eine neue Form des Imperialismus, eine neue Form des Kampfes um Rohstoffe und Ressourcen. Das heißt, es ist nicht mehr der klassische Kolonialismus, in dessen Zuge ganze Staaten unterworfen wurden, sondern das, was man im Französischen „zonage“ nennt: die Akzeptanz zersplitterter, anarchischer Räume, in denen keine staatlichen Strukturen mehr herrschen, sondern kriminelle Gangs regieren.“ Autor Alain Badiou, 1937 in Rabat, Marokko, geboren, ist Philosoph, Mathematiker, Romancier und einer der wichtigsten Intellektuellen Frankreichs. https://www.freitag.de/autoren/nils-markwardt/westlicher-todestrieb

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