Afghanistan-Konferenz: Was hat die NATO erreicht? 243.000 Tote, Millionen zu Flüchtlingen gemacht!

Die in Deutschland seit 20 Jahren regierenden Parteien haben diesen Krieg von Anfang an bedingungslos unterstützt - wollen wir sie weiter gewähren lassen, mit solchen Militärinterventionen weiterzumachen? Diese Kriegsbeteiligung ist den deutschen Politiker:innen nur möglich, weil sie unsere Steuergelder zur Verfügung haben, sie Schulden für den Krieg aufnehmen, die wir zurückzahlen müssen, sie junge Deutsche dort Krieg führen lassen können. Nur wir Bürger:innen können über politische Meinungsbildung und über Wahlen Politiker:innen abwählen, die auf Krieg und Gewalt und Aufrüstung setzen und andere wählen, die auf das Völkerrecht setzen. Wir haben demokratische Rechte, nutzen wir sie. Über solche Veranstaltungen können wir uns dazu fitter machen, denn Wissen ist die Basis dafür, mit guten Argumenten neue Mehrheiten schaffen zu können. Wollen wir uns weiter in Kriege hineinziehen lassen, die geführt werden, um durch Kontrolle der Rohstoffe die globale Vorherrschaft des US-geführten Westens aufrechtzuerhalten? Oder wollen wir Völkerrecht durchsetzen: Gewalt und Krieg beenden, alle Konflikte friedlich lösen und eine gleichberechtigte Welt mit Menschenrechten für alle aufbauen und einer starken UNO als Organisation, die das gegen alle Staaten durchsetzen kann?


Konferenz: 20 Jahre NATO-Krieg in Afghanistan.

Nach Abzug der NATO-Interventionstruppen zieht die IPPNW zusammen mit anderen Friedensorganisationen auf der Konferenz zum NATO-Krieg in Afghanistan ein Resümee: Schätzungen des „Costs of War“-Projekt an der Boston University gehen von mindestens 243.000 Todesopfern in Afghanistan und Pakistan aus – weit überwiegend unter der Bevölkerung. Die Zahl der indirekten Opfer liegt nach ihrer Einschätzung um ein Vielfaches höher. Millionen von Menschen wurden zu Flüchtlingen im eigenen Land, und unter den Geflohenen, die bis Europa gelangt sind, stellen Afghaninnen und Afghanen die zweitgrößte Gruppe. Im Land selber haben laut UNICEF 41 Prozent der Kinder unter fünf Jahren nicht genug zu essen, sauberes Trinkwasser steht im Schnitt weniger als 40 Prozent der Menschen zur Verfügung. Die Konferenz findet in hybrider Form statt: Wo: Gewerkschaftshaus Frankfurt, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 Frankfurt am Main und online Wann: Sonntag, 31. Oktober 2021, 11:00 - 19:00 Uhr Afghanistan zeigt in besonders drastischer Weise, wie weit das militärische Verständnis von „Sicherheitspolitik“ von den elementaren menschlichen Sicherheitsbedürfnissen abweicht, wie wenig den globalen Machtstrategen an Ernährungssicherheit, an einer sicheren Umgebung für das Aufwachsen der Kinder, an der Sicherung einer intakten Umwelt gelegen ist. Auf der Konferenz wird es um die Opferzahlen, aber auch um die Motive der internationalen und afghanischen Akteure sowie um die Schlussfolgerungen für die deutsche Außen- und „Verteidigungs“-Politik gehen.

Das komplette Programm der Konferenz: www.kultur-des-friedens.de/afghanistankonferenz/programm.html Weitere Informationen: www.kultur-des-friedens.de/afghanistankonferenz.html Anmeldungen unter: www.kultur-des-friedens.de/afghanistankonferenz/anmeldung.html

Veranstalter: Friedens- und Zukunftswerkstatt Frankfurt, Attac Deutschland, pax christi Rottenburg-Stuttgart, Bundesausschuss Friedensratschlag, Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Naturwissenschaftlerinitiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit, DFG-VK Gruppe Frankfurt, attac AG Globalisierung und Krieg, Drohnen-Kampagne, AG „Frieden und Internationale Politik“ in der LINKEN Hessen

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