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41 Prozent: Kriegende wichtiger als Kampf für Rückeroberung von Russland kontrollierter Gebiete

Anders als im Bundestag, gibt es keinen Konsens in der deutschen Gesellschaft über die Ukraine-Politik: Laut ZDF-Politbarometer treten 41 Prozent der Menschen in Deutschland dafür ein, dass der Westen die Ukraine dazu drängen sollten, die Spaltung des Landes zu akzeptieren. 41 Prozent sind dagegen, die Ukraine darin zu unterstützen, alle von Russland besetzten Gebiete einschließlich der Halbinsel Krim zurückzuerobern, 41 Prozent sind dafür. Jede/r Zweite sieht die die Gefahr, dass die Lieferung schwerer Waffen zur Ausweitung des Krieges auf Deutschland führen könnte. Zwei von drei Bürger:innen treten für die Zusammenarbeit mit den USA im Ukrainekonflikt ein, elf Prozent sehen China als neutralen Vermittler, 86 Prozent sehen das nicht. Eine starke Mehrheit ist für die Ausweitung der Ausgaben für die Bundeswehr.



Strittig werden auch die möglichen Folgen der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine eingeschätzt. So steigt für 49 Prozent der Befragten dadurch die Gefahr eines russischen Angriffs auf westliche Staaten, 45 Prozent befürchten das nicht. Besonders hoch bewerten die Anhänger und Anhängerinnen der AfD (73 Prozent) ein solches Risiko, aber auch die der Linke (69 Prozent) und der FDP (68 Prozent).

66 Prozent der Befragten finden es gut, dass Deutschland in der Ukraine-Krise eng mit den USA zusammenarbeitet. 28 Prozent bewerten das kritisch - darunter deutlich häufiger Befragte im Osten (46 Prozent) als im Westen (23 Prozent).

China hat sich angeboten, zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln. Eine große Mehrheit (86 Prozent) glaubt jedoch nicht, dass das Land ein neutraler Vermittler in diesem Konflikt wäre. Nur elf Prozent bringen China in dieser Hinsicht Vertrauen entgegen.





62 Prozent der Befragten sind dafür, dass die Bundeswehr hierfür zusätzliche Mittel erhält, auch wenn dies mit Einsparungen in anderen Bereichen oder mit der Aufnahme von Schulden verbunden ist. Dieser Einschätzung schließen sich Mehrheiten in allen Parteianhängergruppen an, lediglich von den Anhängern der Linken sind die meisten (73 Prozent) gegen mehr Geld für die Bundeswehr. Insgesamt lehnt knapp ein Drittel (32 Prozent) zusätzliche Ausgaben für die Verteidigung ab (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht").




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